{"id":1420,"date":"2009-10-22T14:52:10","date_gmt":"2009-10-22T12:52:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sub.uni-hamburg.de\/blog\/?p=1420"},"modified":"2009-10-22T15:27:01","modified_gmt":"2009-10-22T13:27:01","slug":"open-access-woche-scoap3-%e2%80%93-goldener-weg-in-der-hochenergiephysik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/?p=1420","title":{"rendered":"Open-Access-Woche: SCOAP3 \u2013 Goldener Weg in der Hochenergiephysik"},"content":{"rendered":"<p><em>von Annette Holtkamp <\/em><a href=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/?cat=20\"><img decoding=\"async\" align=\"right\" alt=\"OA_Week_Banner_gelb.jpg\" src=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/OA_Week_Banner_gelb.jpg\" \/><\/a><\/p>\n<p>Hochenergiephysiker praktizieren de facto schon lange Open Access, indem sie ihre Artikel\u00a0 vor Ver\u00f6ffentlichung in einer Zeitschrift\u00a0 als Preprint \u00fcber den Dokumentenserver <a href=\"http:\/\/arxiv.org\/\">arXiv.org<\/a> weltweit frei zug\u00e4nglich machen. Der n\u00e4chste logische Schritt in dieser Open-Access-Tradition ist, den freien Zugriff auch auf die durch Begutachtung (Peer Review) qualit\u00e4tskontrollierten Zeitschriftenversionen zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/scoap3.org\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" height=\"90\" align=\"left\" width=\"104\" alt=\"Logo_Scoap\" src=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/scoap_logo.png\" \/><\/a>Genau dies ist das Ziel von <a href=\"http:\/\/scoap3.org\/\">SCOAP3<\/a>, dem \u201eSponsoring Consortium for Open Access Publishing in Particle Physics\u201c.\u00a0 Ein weltweites Konsortium von Forschungsinstituten, Bibliotheken und F\u00f6rderorganisationen arbeitet daran, in Zusammenarbeit mit den Verlagen die Zeitschriftenliteratur der Hochenergiephysik (HEP) nach Open Access zu \u00fcberf\u00fchren.<\/p>\n<p>Die Kernpunkte des SCOAP3-Modells sind:<\/p>\n<ul>\n<li>Umwandlung der wichtigsten HEP-Zeitschriften nach Open Access<\/li>\n<li>zentrale Finanzierung des Peer Review-Prozesses durch ein weltweites Konsortium<\/li>\n<li>keine Publikationsgeb\u00fchren f\u00fcr Autoren<\/li>\n<li>Teilnehmende L\u00e4nder zahlen proportional zur Zahl ihrer Publikationen.<\/li>\n<li>transparentes Ausschreibungsverfahren<\/li>\n<li>Kopplung von Preis und Qualit\u00e4t<\/li>\n<li>offen f\u00fcr neue Open-Access-Zeitschriften<\/li>\n<\/ul>\n<p>Da der Gro\u00dfteil der wissenschaftlichen Ergebnisse ihrer relativ kleinen, eng verflochtenen Forschergemeinschaft in nur wenigen Kernzeitschriften ver\u00f6ffentlicht wird, bietet die Hochenergiephysik ideale Voraussetzungen f\u00fcr dies Modell. Partner in 22 L\u00e4ndern unterst\u00fctzen inzwischen SCOAP3. 65 Prozent des gesch\u00e4tzten j\u00e4hrlichen Budgets von 10 Millionen Euro sind damit gesichert, der Anteil der USA sogar schon zu 75 Prozent. Weitere Vereinbarungen stehen kurz vor dem Abschluss, sodass in den n\u00e4chsten Monaten mit der Er\u00f6ffnung des Ausschreibungsverfahrens f\u00fcr die Verlage zu rechnen ist. In Erwartung von SCOAP3 erleichtern einige Zeitschriften (<a href=\"http:\/\/jhep.sissa.it\/jhep\/\">JHEP<\/a>\/<a href=\"http:\/\/jcap.sissa.it\/\">JCAP<\/a>\/<a href=\"http:\/\/jinst.sissa.it\/\">JINST,<\/a> <a href=\"http:\/\/www.epj.org\/open_access.html\">European Physical Journal C<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.iop.org\/EJ\/journal\/EPL\">Europhysics Letters<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.elsevier.com\/framework_products\/promis_misc\/nuclearadcolour80x210RGB.pdf\">Nuclear Physics B\/Physics Letters B<\/a>) schon jetzt \u2013 manche sogar g\u00e4nzlich kostenfrei \u00a0\u2013 die OA-Ver\u00f6ffentlichung von Artikeln aus der Hochenergiephysik.<\/p>\n<p>2010 wird zeigen, ob die Hochenergiephysik nach arXiv und web mit SCOAP3 einen weiteren Meilenstein in der wissenschaftlichen Kommunikationslandschaft setzt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/cdsweb.cern.ch\/search?ln=en&amp;sc=1&amp;p=cern-open-2009-011&amp;f=&amp;action_search=Search&amp;c=Articles+%26+Preprints\">Ausf\u00fchrlichere Information<\/a><\/p>\n<p>&#8212;<br \/>\n\u00dcber die Autorin<\/p>\n<p>Nach Ihrem Diplom in Soziologie und Physik und einem PhD in Physik war <em>Annette Holtkamp<\/em> von 1983-2009 im <a title=\"Opens external link in new window\" href=\"http:\/\/zms.desy.de\/\">DESY<\/a> im Bereich Bibliothek und Dokumentation t\u00e4tig; vorrangig hat sie dort an der Hochenergiephysik-Literaturdatenbank SPIRES und dem Projekt SCOAP3 mitgearbeitet. Seit August 2009 ist Annette Holtkamp beim <a title=\"Opens external link in new window\" href=\"http:\/\/www.cern.de\/\">CERN<\/a> Scientific Information Officer in der Open-Access-Sektion des Scientific Information Service.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Annette Holtkamp Hochenergiephysiker praktizieren de facto schon lange Open Access, indem sie ihre Artikel\u00a0 vor Ver\u00f6ffentlichung in einer Zeitschrift\u00a0 als Preprint \u00fcber den Dokumentenserver arXiv.org weltweit frei zug\u00e4nglich machen. Der n\u00e4chste logische Schritt in dieser Open-Access-Tradition ist, den freien Zugriff auch auf die durch Begutachtung (Peer Review) qualit\u00e4tskontrollierten Zeitschriftenversionen zu erm\u00f6glichen. 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