{"id":13628,"date":"2014-01-23T11:49:18","date_gmt":"2014-01-23T10:49:18","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/?p=13628"},"modified":"2014-02-05T18:01:29","modified_gmt":"2014-02-05T17:01:29","slug":"kleine-entdeckungen-im-jungius-nachlass","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/?p=13628","title":{"rendered":"Kleine Entdeckungen im Jungius-Nachlass"},"content":{"rendered":"<p>Von Eike Harden<\/p>\n<p>Die \u201egro\u00dfen\u201c Entdeckungen erfordern neben Gl\u00fcck viel Forschungsaufwand, schon um sie abzusichern, \u201ekleine\u201c Entdeckungen sind mit Gl\u00fcck alleine zu haben. <a href=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/?p=8736\">Joachim Jungius<\/a> hat f\u00fcr seine eigenen Notizen oft altes Papier benutzt, das bereits (oft von anderen) beschrieben war. Diese \u201eMakulaturen\u201c sind ein interessanter Mehrwert des laufenden Digitalisierungsprojekts, denn in Katalogen und Editionen werden sie schlicht ignoriert.<\/p>\n<p>H\u00e4ufig verwendete Jungius Sch\u00fcler\u00fcbungen, bei denen es darum ging, einen Brief in lateinischer Sprache zu verfassen, den die Sch\u00fcler dann unterschrieben: \u201eJoannes Wardenburgk Oldenburg. Frisius\u201c oder \u201eHenningus Schr\u00f6derus, N \u2013 Bremen\u201c. Eine kurze Recherche ergab, dass ein Johannes Wardenburg 1646\/47 in Leiden studierte. Jetzt wissen wir auch, dass er aus Oldenburg stammte und in Hamburg zur Schule ging. Henning Schr\u00f6der war sp\u00e4ter Konrektor des Gymnasiums in Stade, aber neu ist das Wissen, dass er aus Bremen stammte.<\/p>\n<p>Die bekannten Briefe von und an Jungius sind seit 2005 in einer wissenschaftlichen Edition verf\u00fcgbar, darunter auch im Nachlass verstreute Makulaturen. Einen solchen Brief von Jungius\u2019 Freund Hermann Westhoff haben bisher alle Jungius-Forscher \u00fcbersehen. Der Inhalt ist eher uninteressant, aber er ist auf Deutsch geschrieben. Wenn Sie m\u00f6gen, versuchen Sie ihn zu entziffern (Anzeige auf Klick in gro\u00df).<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/westhoff-brief-gr.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/westhoff-brief.jpg\" alt=\"Brief Hermann Westhoff\" title=\"Brief Hermann Westhoff\" width=\"550\" height=\"311\" style=\"float: none;\"  \/><\/a><br \/>\n<cite>Abbildung: NJJ : Pe. 11, S. 227v.<\/cite><br \/>\n<!--more--><br \/>\nDas Verzeichnis der Drucke des 17. Jahrhunderts (VD17) nennt eine unbekannte Disputation. Sie liegt nicht in unserem Haus, sondern in Greifswald. Es handelt sich dabei um ein 1620 in Rostock erschienenes Werk mit einem Respondenten Nicolaus Olaus aus G\u00e4vle in Schweden. Das best\u00e4tigt, dass auch Jungius zum guten Ruf der Rostocker Universit\u00e4t beitrug, der im fr\u00fchen 17. Jahrhundert Studenten aus ganz Nordosteuropa anzog.<\/p>\n<p>Zuletzt m\u00f6chte ich noch von einem Buch berichten, aus dem Jungius exzerpiert hat, n\u00e4mlich \u201eDe origine juris\u201c von einem sonst unbekannten Autor Enchiridius Pomponius. Bisher war anscheinend nur ein Druck aus dem Jahr 1678 bekannt, aber Jungius kannte das Buch schon vor 1650. Es k\u00f6nnte sich dabei um ein Beispiel daf\u00fcr handeln, dass auch im 17. Jahrhundert noch Druck- und Manuskriptkultur nebeneinander bestanden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Eike Harden Die \u201egro\u00dfen\u201c Entdeckungen erfordern neben Gl\u00fcck viel Forschungsaufwand, schon um sie abzusichern, \u201ekleine\u201c Entdeckungen sind mit Gl\u00fcck alleine zu haben. 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