{"id":13415,"date":"2013-12-17T10:35:59","date_gmt":"2013-12-17T09:35:59","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/?p=13415"},"modified":"2014-01-31T08:46:44","modified_gmt":"2014-01-31T07:46:44","slug":"wer-war-joachim-jungius-kolloquiumsvortrag-30-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/?p=13415","title":{"rendered":"Wer war Joachim Jungius? (Kolloquiumsvortrag 30.1.)"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/12-jungius-P8029999-gr.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/jungius-botanica.jpg\" alt=\"Botanica IX (Phytoscopica, Catalogi), Bl\u00e4tter aus dem Jungius-Nachlass (Signatur Wo. 9)\" title=\"Botanica IX (Phytoscopica, Catalogi), Bl\u00e4tter aus dem Jungius-Nachlass (Signatur Wo. 9)\" width=\"554\" height=\"340\" style=\"float: none;\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wer war Joachim Jungius? Das war der mit dem Ausspruch \u00ab<a href=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/?p=12979\">Der Komet ist der Affe unter den Planeten<\/a>\u00bb. Wir haben die Frage auch schon im Vorjahr in der Stabi-Ausstellung \u00ab<a href=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/?p=8736\">Joachim Jungius: Der Zettelkasten des Doktors<\/a>\u00bb zu beantworten versucht. Die Frage ist gleichzeitig auch der Titel des Kolloquiumsvortrages unseres Kollegen Eike Harden, den er am <strong>Donnerstag, den 30. Januar 2014, um 16 Uhr im H\u00f6rsaal I<\/strong> der <a href=\"http:\/\/www.physnet.uni-hamburg.de\/\">Physikalischen Institute<\/a> in der Jungiusstra\u00dfe 9 h\u00e4lt.<\/p>\n<p>Lesen Sie hier das Abstract des Vortrages von Eike Harden <strong>\u00abWer war Joachim Jungius?\u00bb<\/strong>:<\/p>\n<div style=\"float: right; padding-right:0px; margin-left:25px; margin-bottom:5px;\"> <div id=\"attachment_13416\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/?p=8736\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-13416\" data-attachment-id=\"13416\" data-permalink=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/?attachment_id=13416\" data-orig-file=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/jungius-zettelkasten.jpg\" data-orig-size=\"225,315\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;}\" data-image-title=\"jungius-zettelkasten\" data-image-description=\"&lt;p&gt;jungius-zettelkasten&lt;\/p&gt;\n\" data-image-caption=\"&lt;p&gt;jungius-zettelkasten&lt;\/p&gt;\n\" data-large-file=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/jungius-zettelkasten.jpg\" src=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/jungius-zettelkasten.jpg\" alt=\"Joachim Jungius: Der Zettelkasten des Doktors\" width=\"225\" height=\"315\" class=\"size-full wp-image-13416\" srcset=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/jungius-zettelkasten.jpg 225w, https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/jungius-zettelkasten-214x300.jpg 214w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-13416\" class=\"wp-caption-text\">Joachim Jungius: Der Zettelkasten des Doktors, <a href=\"https:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/?p=8736\">Ausstellung<\/a> in der Stabi 2012<\/p><\/div> <\/div>\n<p> Joachim Jungius\u2019 (1587\u20131657) berufliches Leben verlief in zwei Phasen. In den ersten rund 23 Jahren zwischen 1606 und 1629 wechselte er mehrfach zwischen Rostock und anderen Studien- und Wirkungsorten hin und her, w\u00e4hrend er anschlie\u00dfend bis zu seinem Tod rund 28 Jahre ununterbrochen in Hamburg das Akademische Gymnasium leitete.<\/p>\n<p>Seine geistige Entwicklung scheint keine solchen Phasen aufzuweisen. Kaum in Hamburg angekommen begann er in seinen programmatischen Reden und Disputationen, seine Vorstellungen von einer Reform der naturwissenschaftlichen Forschung und Lehre vorzustellen. Die Hamburger und seine zwanzig Jahre \u00e4ltere Gie\u00dfener Antrittsrede haben die gleiche Sto\u00dfrichtung: Der Mathematik komme bei dieser Reform die Hauptrolle zu.<\/p>\n<p>Die Rezeption des Hamburger Gelehrten weist ihre eigenen Konjunkturen auf: Im 18. und fr\u00fchen 19. Jahrhundert wurde Jungius wenig beachtet, mit den bemerkenswerten Ausnahmen Alexander von Humboldts (1769\u20131859) und Johann Wolfgang von Goethes (1749\u20131832). Erst die Forschungen Gottschalk Eduard Guhrauers (1809\u20131854) und Johannes Geffckens (1803\u20131864) f\u00fchrten zu einer gewissen Jungius-Renaissance. Seither haben die Arbeiten Emil Wohlwills (1835\u20131912), Adolf Meyer-Abichs (1893\u20131971), Hans Kangros (1916\u20131977) und zuletzt Christoph Meinels viele neue Erkenntnisse erbracht. <!--more--><\/p>\n<p>Eine der wichtigsten Fragen der Jungius-Forschung war seit jeher: Welcher Zusammenhang bestand f\u00fcr Jungius zwischen der Mathematik und den konkreten Naturwissenschaften? Jungius begann seine erste Hamburger Disputation mit einem Zitat aus Aristoteles\u2019 METAPHYSIK, Buch II, Kapitel 3. Im Anschluss an Aristoteles\u2019 Ausf\u00fchrungen stellte Jungius zwei zentrale Aspekte seiner Reform dar: Erstens m\u00fcssten Forscher, Lehrer und Sch\u00fcler das Methodenwissen ihrer Wissenschaft deutlich vom Faktenwissen trennen, zweitens k\u00f6nne das Faktenwissen der Naturwissenschaften die gleiche Exaktheit erreichen wie das der Mathematik \u2013 die richtige Methode vorausgesetzt.<\/p>\n<p>Durch verschiedene Editionen und Einzeluntersuchungen ist es inzwischen m\u00f6glich, tief in Jungius\u2019 Gedankenwelt einzudringen, ohne dazu den handschriftlichen Nachlass von \u00fcber 40.000 Blatt genauer untersuchen zu m\u00fcssen, dessen Digitalisierung in der Staats- und Universit\u00e4tsbibliothek Hamburg gerade in einem von der DFG gef\u00f6rderten Projekt unternommen wird.<\/p>\n<p>Der Vortrag wird einen kurzen Einblick in Jungius\u2019 Leben, seine Reformpl\u00e4ne und seinen Nachlass bieten, gruppiert um seine Deutung der Metaphysik-Stelle, die von den Aristoteles-Gegnern unter seinen Zeitgenossen als strenge Trennung von \u201eMathematik\u201c und \u201ePhysik\u201c aufgefasst, aber von Jungius ganz anders verstanden wurde.<br \/>\n&#8212;<br \/>\nEike Harden, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt zur Digitalisierung des Jungius-Nachlasses Staats- und Universit\u00e4tsbibliothek Carl von Ossietzky | Von-Melle-Park 3 | 20146 Hamburg +49 40 42838 6673 | harden@sub.uni-hamburg.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer war Joachim Jungius? 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