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Hamburg, Carl von Ossietzky

Öffnungszeiten heute09.00 bis 24.00 Uhr alle Öffnungszeiten

DFG Flyer CoverUnter dem Titel „Wissenschaft, Planung, Vertreibung – Der Generalplan Ost der Nationalsozialisten“ zeigt die Deutsche Forschungsgemeinschaft ab 4. März in der Staats- und Universitätsbibliothek eine Ausstellung, die von der engen Verbindung akademischer Forschung, rationaler Planung und Forschungsförderung im Dienste der nationalsozialistischen Eroberungs- und Vernichtungspolitik berichtet. In drei Abteilungen skizziert die Ausstellung die Vorgeschichte des Generalplans Ost, beleuchtet die Rolle der Wissenschaft sowie die Planungen für eine ethnische Neuordnung Osteuropas während des Zweiten Weltkriegs und wirft einen Blick auf die Realitäten von Umsiedlung, Vertreibung und Völkermord zwischen 1939 und 1945.

Zur Ausstellung erscheint ein kostenloser Katalog.

Mehr zur Ausstellung finden Sie auf den Seiten der DFG

Diskussion: Ärzte in Serie (28.02.08)

7. Februar 2008
von BP — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 5.818 Aufrufe

Wahrheit und Fiktion in Arzt- und Krankenhausserien – Eine Veranstaltung der Bibliothek des Ärztlichen Vereins
„Alphateam“, „Emergency Room“, „Grey’s Anatomy“ oder „In aller Freundschaft“: Ärzte bringen gute Einschaltquoten. Fast jeder Sender hat seine eigene Arzt- oder Krankenhausserie. Aber was steckt dahinter? Wie entstehen die Drehbücher?
Warum sehen Menschen sich das so gerne an? Und was denken Ärzte über solche Serien?
Neidhardt Riedel, Schauspieler und Drehbuchautor (u.a. „Alphateam“ und „Die Notärztin“) diskutiert mit Dr. Hinrich Sudeck, Tropenmediziner und Internist, über das Bild der Mediziner und des Klinikalltags auf der Mattscheibe.

Donnerstag, 28. Februar 2008, 19 Uhr

Vortragsraum der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg
Carl von Ossietzky , Von-Melle-Park 3

Eintritt: 8,- € ; Studierende/Azubis: 4,- €Logo Ã?rztekammer
(zugunsten des Fördervereins der Bibliothek)

Kartenvorverkauf / Infos:
Bibliothek des Ärztlichen Vereins, Von-Melle-Park 3
(Altbau, 1. Stock)
Tel: 44 09 49 www.aekbibl.de bibliothek@aekhh.de

Handschriften: Hamburger Codex bekommt Schwester

1. Februar 2008
von BP — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 7.680 Aufrufe

Mainzer Evangeliar, fol. 40vIn den Jahren zwischen 1250 und 1270 wirkte am Mittelrhein eine künstlerisch außerordentlich innovative Werkstattgemeinschaft, die Meisterwerke der Buchmalerei, aber auch der Glas- und Tafelmalerei schuf.

Das Hauptwerk des innerhalb dieser Werkstatt tätigen Skriptoriums ist das in der Hofbibliothek Aschaffenburg aufbewahrte, aber für den Mainzer Dom angefertigte sog. „Mainzer Evangeliar“, von dem seit Herbst 2007 ein Vollfaksimile vorliegt, das der international renommierte Faksimile Verlag Luzern ediert hat. Es ist die Schwesterhandschrift von Cod 1 in scrin der Hamburger Staatsbibliothek, ein Lektionar, dessen vier ganzseitige Buchmalereien zum Besten gehören, was im Deutschland des 13. Jahrhunderts an Buchkunst geschaffen wurde.

Das kostbare Faksimile wurde für die Faksimile-Sammlung der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg erworben und wird am 14. Februar erstmals in Hamburg vorgestellt:

Rheinische Buchkunst –
das Mainzer Evangeliar und seine Hamburger SchwesterhandschriftHamburger Lektionar, fol. 4

am Donnerstag, 14. Februar 2008
um 18.00 Uhr im Vortragsraum der Bibliothek

Begrüßung: Prof. Dr. Gabriele Beger, Direktorin der Bibliothek
Vortrag: Prof. Dr. Harald Wolter-von dem Knesebeck, Dresden:
Das Mainzer Evangeliar in Aschaffenburg. Zur Faksimile-Ausgabe einer Handschrift der späten Stauferzeit
Vortrag: Dr. Hans-Walter Stork, SUB Hamburg: Das Hamburger Lektionar, eine Schwesterhandschrift des Mainzer Evangeliars
Im Anschluss wird Wein gereicht. Gäste sind willkommen.
Ausstellung des Faksimiles vom 15. Februar – 14. März 2008
im Handschriftenlesesaal (1. Stock) der Staats- und Universitätsbibliothek

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag 10.00 – 16.00 Uhr
Donnerstag 10.00 – 18.00 Uhr

Lindgren-Ausstellung schließt 2 Tage früher

15. Januar 2008
von MG — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 2.548 Aufrufe

Die gute Nachricht ist: Die Astrid-Lindgren-Ausstellung, die ein sehr interessiertes Publikum gefunden hat, wandert nach Hannover, in die Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek, wo sie vom 26. Februar an zu sehen sein wird. – Leider muss dafür aus organisatorischen Gründen die Ausstellung bereits am 26. Januar abgebaut werden.

P7120058_thumbP7120093_thumbStudenten des Studiengangs Raumkonzept und Design der AMD Akademie Mode und Design (staatlich anerkannte private Hochschule) bearbeiteten in ihrem 4. Semester ein Gestaltungskonzept für die Staats- und Universitätsbibliothek.

Es galt für unseren Bau, der in den sechziger Jahren entworfen wurde und heute als zu dunkel und etwas verstaubt, aber gemütlich empfunden wird, ein zeitgemäßes Raumkonzept und ein neues Design zu entwickeln. Die Ergebnisse werden in Modellen, Plänen und Booklets präsentiert: vom 1.-24. Februar im Ausstellungsraum der Bibliothek.

Eröffnet wird die Ausstellung am Donnerstag, dem 31. Januar, um 19 Uhr im Vortragsraum der Bibliothek (1. Etage). Gäste sind herzlich willkommen.

Anfang November fand die Hamburger Premiere von „Feuer in Alexandria“ im LICHTHOF der Stabi statt, ein Stück um Bücher, Bibliotheken und die Leselust – eine Produktion des Location-Theaters Freuynde + Gaesdte aus Münster.

Nach acht ausverkauften Vorstellungen in Münster kehrt die Inszenierung Mitte Januar an die Elbe zurück. Im LICHTHOF der Staats- und Universitätsbibliothek (Eingang Grindelallee / Ecke Edmund-Siemers-Allee) werden vom 16.-18.1.2008 um 20 Uhr noch einmal die Schläuche ausgerollt…

Tickets können bei der Stabi unter 040-42838-5857 oder bei Freuynde + Gaesdte reserviert werden (15,-/10,- Euro).

Die Pressestimmen waren mehr als lobend: „Großer Applaus für großes Theater!“ (Münstersche Zeitung) – „Ein Lese-Lustmacher! …Literaturpäpste hätten ihre Freude an der revueartig inszenierten Geschichte.“ (ultimo) – „Anrührend, amüsant, witzig“ (Westfälische Nachrichten).

Sophie (Doro Aumayr) ist jung, belesen und sie hat einen Plan – die Bibliothek muss brennen! Denn was bahnt sich an, wenn der Homo sapiens aufhört zu lesen? Nicht mehr und nicht weniger als der Untergang der menschlichen Zivilisation – so meint sie. Der Griff zum Streichholz ist ein kleiner Griff für Sophie, aber ein großer Griff für die Menschheit. Nur mit einem hat sie nicht gerechnet: der guten deutschen Feuerwehr, vertreten durch drei besonders skurrile Exemplare (Frank Dukowski, Marcell Kaiser und Stephanie Kunz).

In Zeha Schröders Inszenierung „Feuer in Alexandria“ verwandelt sich die große Welt der Bibliotheksbrände und Feuerwehreinsätze in die kleine Welt von vier Menschen, die durch eine Brandmeldung zusammentreffen. Die Büchernärrin Sophie stößt auf drei etwas chaotische Feuerwehrleute, die versuchen zu retten, was zu retten ist. Und das ist insbesondere das verzweifelte Seelchen dieser Feuerteufelin, die hinter ihren Buchrücken ein wenig den Kontakt zur Wirklichkeit verloren hat. So entwickelt sich eine kurzweilige, mal poetische und mal augenzwinkernde Reise durch Weltklassiker und Groschenheftchen, Lyrikperlen und das, was da zwischen den Zeilen zu finden ist…

Linga-Website: Großansicht BücherschätzeLinga-Ausstellungswebsite Bis Ende November wurde im Ausstellungsraum der Stabi eine Ausstellung zur Geschichte der Linga-Bibliothek gezeigt. Unter dem Titel „Zuckerrohr und Bücherwelten“ stellten wir den Hamburger Kaufmann Carlos R. Linga und seine Frau Bertha Probst de Linga vor. Carlos Linga wurde in seiner Wahlheimat Mexiko zu einem begeisterten Büchersammler und überließ seiner Geburtsstadt eine wertvolle Büchersammlung zu Mexiko und ganz Lateinamerika.

Wenn Sie die Linga-Ausstellung verpasst haben oder sich gerne noch einmal näher mit den präsentierten Materialien (Briefe, aktuelle und historische Fotos, Dokumente und Bücher) beschäftigen möchten, können Sie jetzt unsere virtuelle Ausstellung besuchen.

Treppenaufgang Iberoamerika-HausLesesaal der Linga-Bibliothek Auf der zweisprachig (deutsch und spanisch) veröffentlichten Website können Sie unter der Adresse linga-bibliothek.de durch die Ausstellung schlendern, die Vorschaugraphiken per Mausklick in voller Größe am Bildschirm bewundern oder sich die Broschüre zur Linga-Bibliothek mit den gesammelten Ausstellungstafeln und dem kompletten Fotomaterial als PDF auf Ihren Rechner laden.

Auch 50 Jahre nach der Gründung der Linga-Bibliothek im Jahre 1957 wird die Idee des Ehepaars Linga, eine Verbindung zwischen Hamburg und den lateinamerikanischen Ländern zu schaffen, in der Bibliothek mit Leben erfüllt. Der mittlerweile auf 35.000 Bände angewachsene Bestand zu Geschichte, Politik, Kultur und Landeskunde Lateinamerikas wird kontinuierlich ausgebaut und steht zur Ausleihe und Nutzung bereit. Kommen Sie bei uns im Lichthof der Stabi vorbei, oder besuchen Sie unsere Website auf der Stabi-Homepage.

Vom 13.-15.12. findet in der Stabi ein internationales Kolloquium zu Miguel Torga statt. Zum Auftakt lädt die portugiesischsprachige Theatergruppe „Teatro Lusotaque“ der Universität zu Köln ein zu einer Reise durch die Welten des Miguel Torga:

O ParaisoO Paraíso

am 13.12.2007, 20 Uhr
Einlass ab 19.30 Uhr, LICHTHOF im Altbau der Staats- und Universitätsbibliothek, Ecke Grindel-Allee / Edmund-Siemers-Allee.
Gäste sind willkommen! Infotelefon: 040-42838-5857

Miguel Torga, nach dessen Werken „O paraíso“ frei adaptiert wurde, wurde am 12.08.1907 als Adolfo Correia Rocha in Portugal geboren – Sohn eines Tagelöhnerehepaares, Hausdiener wohlhabender Damen, Priesterseminarschüler, Landarbeiter in Brasilien, Student der Medizin, Landarzt, Dichter, Poet Portugals.
Sein Leben, geprägt von verschiedenen Professionen, Rollen, Ambivalenzen und vom Hin- und Hergerissensein, spiegelt sich in seinen Stücken wieder. Die Beziehung zwischen dem Individuum und der Gesellschaft steht dabei im Vordergrund und durchzieht auch das Theaterstück „O Paraíso“.

Als Ausdruck der inneren Unruhe Torgas gilt „O Préfacio“: der Mediziner Torga trifft auf den Poeten Torga. Diese beiden Persönlichkeiten begegnen sich als Gegensätze und doch formen sie die Einheit Miguel Torga.
Nach dieser ersten Sequenz führt die Reise weiter in das Paradies („O Paraíso). Ein Paradies, dass eigentlich doch nur ein Casino ist. Mit einem breitschultrigen Türsteher, einem Chef, der ‚O Senhor“ (der Herr) genannt wird, mit Adam und Eva als Casinogäste, das Gut als Mitarbeiter und das Böse vor den Toren des Casinos. Und schließlich eine als Tiere verkleidete Karnevalsgesellschaft, denen als Tiere der Zutritt in das Paradies verwehrt bleibt.
Zeitgleich im Hinterhof des Paradieses („Mago“): hier spielt sich fabelähnlich der Auf- und Abstieg des ehemaligen Straßenkaters Mago ab. Ein letztes Mal will er versuchen, seine Ehre im rauen Hinterhof zu retten. Einmal mehr steht dabei das Individuum und seine Position im Kollektiv im Vordergrund.
Von der Person Torga, über das Paradies, vorbei am Hinterhof stellt die Arche Noah die letzte Etappe der Reise dar („Vicente“): ein schwarzer Rabe, als Hinweis auf Torgas sozialistisches Gedankengut, fasst den Entschluss, aus der Konformität auszubrechen und steht dabei ganz anderen Autoritäten gegenüber.

Erinnern Sie sich an unsere Veranstaltung „Die Geschenkte Stunde“ zur Zeit-Umstellung im Oktober – eine Benefizveranstaltung zugunsten der Arche für Kinder? Die Schauspielerin Hannelore Hoger hatte damals spontan zugesagt, anlässlich der Spendenübergabe für Kinder zu lesen.

Jetzt ist es soweit:

Am Sonntag, dem 9.12., 16.00 bis 17.00 Uhr, liest Hannelore Hoger Märchen auf dem Kaffeeschiff der Märchenschiffe auf dem Weihnachtsmarkt Jungfernstieg – und die Direktorin unserer Bibliothek Prof. Dr. Gabriele Beger wird die Spende überreichen. Das Kaffeeschiff liegt hinter der Eisbahn. Der Eintritt ist frei.

Buchpaten gefunden!

30. November 2007
von MG — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 2.907 Aufrufe

Es war die ungewöhnlichste Veranstaltung der Stabi in diesem Jahr! Am 28.11. kamen im LICHTHOF bei gedämpftem Licht, Jazz-Musik und Wein Buchliebhaber aus Hamburg zusammen. Sie betrachteten wertvolle alte Bücher in den Vitrinen, die allesamt einen traurigen Eindruck machten: abgeriebene Ecken, gebrochene Rücken, verzerrte Buchblöcke, aufgegangene Bünde, Tintenfraß und eingerissene Seiten zeugten vom Zahn der Zeit.

Und dann legten Prominente den Gästen die Bücher so gekonnt ans Herz, dass sich viele bei der anschließenden „Auktion“ überboten, um Buchpaten von Ausgaben von Schiller, Boccaccio, Klopstock und anderen ramponierten Buchkindern zu werden. 8.400 Euro kamen zusammen, so dass die ersten 8 Bücher Restauratoren übergeben werden können. Die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius legte 10.000 Euro dazu, also können wir noch weitere Bücher restaurieren lassen.

Die Buchpaten bekommen eine schöne Urkunde, werden zur Übergabe des restaurierten Bandes in die Bibliothek gebeten, um beim Einkleben „ihres“ Exlibris dabei sein zu können. Später werden die restaurierten Stücke in einer Ausstellung zu sehen sein.

Wir Bibliothekare sagen ein freudiges Dankeschön, hier können Sie sich weiter informieren – lassen Sie sich auch hinreißen und werden Sie Buchpate!