FAQ
© 2016 Staats- und Universitätsbibliothek
Hamburg, Carl von Ossietzky

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Zwei Bücher reisen nach New York

21. April 2016
von Redaktion — abgelegt in: Schätze der Stabi — 524 Aufrufe

von Anna v. Villiez:

Restitution Ignatz BickVor sechs Jahren, im Mai 2010, restituierte die Stabi 6 Bücher des Frankfurter Rabbiners Ignatz Israel Bick an seine Tochter und berichtet darüber im Blog. Ignatz Bick war mit seiner Frau Mira 1939 über London in die USA ausgewandert, da sie aufgrund ihrer jüdischen Herkunft unter der antisemitischen Verfolgung litten und bedroht waren. Ihre Kinder hatten Deutschland angesichts der immer gefährlicheren Lage bereits verlassen. Ihr Hab und Gut hatten sie in Container verpackt und wollten es über den Hamburger Hafen in die USA ausschiffen lassen. Die Container wurden jedoch im Hafen von der Gestapo nach Kriegsbeginn beschlagnahmt und die Bücher am Ende als „Geschenke“ in die Stabi verbracht. 2010 konnten die Bücher der Tochter des Ehepaares Bick, Inge Isler, übersandt werden.

Inzwischen fanden sich in unseren Beständen zwei weitere Bände mit dem Besitzvermerk Ignatz Isaak Bick. Seine Tochter Inge ist inzwischen verstorben. Ihre beiden Söhne, Robert und Frank Isler (USA), entschieden sich nun, die Bücher als Spende dem Leo Baeck Institut in New York zu stiften. Die beiden Bände befinden sich seit Freitag auf dem Postwege nach New York, wo sie künftig in der Bibliothek des Leo Baeck Institutes genutzt werden können.

Die Bibliothek des Asien-Afrika-Instituts weist auf folgende Ausstellung hin:

Vor 125 Jahren, am 14. April 1891, wurde Dr. Bhimrao Ramji Ambedkar als Angehöriger einer als „unberührbar“ diskriminierten Volksgruppe geboren. Er war der erste Justizminister Indiens nach der Unabhängigkeit und maßgeblich an der Entwicklung der indischen Verfassung beteiligt. Desweiteren begründete er eine weitreichende buddhistische Reformbewegung in Indien.

Anlässlich dieses Jubiläums werden in der Eingangsvitrine der Bibliothek des Asien-Afrika-Instituts einige Werke der indologischen Sammlung präsentiert.

Die „Reichskristallnacht“ in Schleswig-Holstein. Der Novemberpogrom im historischen Kontext

Herausgegeben von Rainer Hering
(Veröffentlichungen des Landesarchivs Schleswig-Holstein, 109)

Blick aus der Wohnung der Rabbinerfamilie Posner im Sophienblatt 60 auf das Haus der Kieler NSDAP‐Kreisleitung, Dezember 1931 (Bildersammlung der Universität Flensburg)

Blick aus der Wohnung der Rabbinerfamilie Posner im Sophienblatt 60 auf das Haus der Kieler NSDAP‐Kreisleitung, Dezember 1931 (Bildersammlung der Universität Flensburg)

In der Reichspogromnacht vom 9. No­vember 1938 wurden 1.400 Synagogen und Beträume, Tausende Wohnun­gen und Geschäfte von Jüdinnen und Juden zerstört und geplündert; mehr mehr als 30.000 Männer in Konzentrationslager verschleppt, un­gefähr hundert wurden ermordet.
Dieser vielfach als „Reichskristallnacht“ bezeichnete Pogrom, die „Kata­strophe vor der Katastrophe“ (Dan Diner), war der Startschuss für die Verdrängung der Juden aus der Wirtschaft und die Arisierung jüdi­schen Eigentums. Er stellte eine Brutalisierung im Umgang mit der jüdischen Bevölkerung dar und war zugleich ein Schritt in Richtung Schoah.
Die 75-jährige Wiederkehr der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. No­vember 1938 war für das Landesarchiv Schleswig-Holstein Anlass, dieses Er­eignis im Kontext der jüdischen und der Landes- sowie der nationalsozialis­tischen Gewaltgeschichte erstmals in einer eigenen Ausstellung mit dem Schwerpunkt auf dem Norden Deutschlands zu präsentieren.
Die Ausstellung entstand in enger Zusammenarbeit mit der Universität Flensburg und der Landeszentrale für politische Bildung Schleswig-Hol­stein. In Schleswig wurde sie von einer Vortragsreihe begleitet, deren Bei­träge, ergänzt durch weitere Aufsätze, in diesem Band dokumentiert sind. Abbildungen aus der Ausstellung illustrieren die Texte.

Cover der Veröffentlichung des Landesarchivs zur Pogromnacht in Schleswig-Holstein

 

Erschienen als frei verfügbare PDF-Datei (Gesamtpublikation wie auch einzelne Beiträge) und als Printausgabe:
394 S., 41 Abb. schwarz-weiß, 15,5 x 22,0 cm, 34,80 EUR
Hardcover mit Rundrücken und Lesebändchen
ISBN 978-3-943423-30-3

Bestellungen über: order.hup@sub.uni-hamburg.de; Fax: 040/42838-3352
oder über den Buchhandel

 

 Carl Vincent Krogmann

Carl Vincent Krogmann, Erster Bürgermeister Hamburgs in der NS-Zeit

Die Begriffe Hanseaten und hanseatisch spielen heute eine zentrale Rolle in der Selbstbeschreibung von Hamburgerinnen und Hamburgern. Gemeint ist damit eine diffuse Grundhaltung, die durch Nüchternheit, Pragmatismus, Weltoffenheit und Toleranz gekennzeichnet ist. Es ist jedoch davon auszugehen, dass sich die Bedeutungsinhalte der beiden Begriffe in Diktatur und Demokratie deutlich unterschieden. Im „Dritten Reich“ stand das Hanseatische nicht etwa für Weltbürgertum und Liberalität, sondern für eine rassistisch-kolonialistische Eroberungsmentalität. Der Vortrag von PD Dr. Lu Seegers geht den Wandlungsprozessen nach, denen diese Selbstbeschreibung im Zeitraum von 1900 bis 1970 unterlag.
Weiter lesen „Hanseaten und das Hanseatische in Diktatur und Demokratie (27.4.)“

Bistro Libretto am 19.4. geschlossen

14. April 2016
von MJGT — abgelegt in: Aktuelles — 275 Aufrufe

Bistro Libretto

Das Bistro Libretto bleibt am Dienstag, den 19. April 2016, geschlossen. An diesem Tag kann das Café im Erdgeschoss der Stabi leider nicht öffnen, da die Kaffeeautomaten umgerüstet werden.

Fragment zu Klopstocks „Grammatischen Gesprächen“

13. April 2016
von MA — abgelegt in: Aktuelles — 320 Aufrufe

Fragment zu Klopstocks 'Grammatischen Gesprächen' Die Staatsbibliothek hat ein bislang unbekanntes Fragment zu Klopstocks „Grammatischen Gesprächen“ erworben. Das Ende 1793 in Altona erschienene Spätwerk Klopstocks nannte Arno Schmidt nicht von ungefähr „ein ganz einzigartiges, abstrakt-regsames Reich“. Denn in den „Grammatischen Gesprächen“ unterhalten sich personifizierte Begriffe wie z. B. „Der Reim“, „Die Einbildungskraft“, „Die Dichtersprache“ oder „Die Kunstwörtlichkeit“, aber auch Wortarten, Buchstaben und Versfüße miteinander. Die Gespräche gehen letztlich auf Pläne zu einer Grammatik aus den 1770er Jahren zurück und sind in der Tat das leichtfüßig-scherzhafte Gegenstück zu Klopstocks poetologischen Aufsätzen, wobei Poetik und Grammatik bei Klopstock ebenso verfließen wie Theorie und dichterische Praxis.

Veröffentlicht wurde mit der Publikation nur ein erster Teil des Werkes. Es folgten noch weitere Gespräche in Aufsätzen, aber ein eigentlich geplanter zweiter Teil wurde nicht mehr fertiggestellt. Die Handschriften und Fragmente dazu liegen im Klopstockhaus in Quedlinburg und im Klopstock-Nachlass der Staatsbibliothek. Das nun erworbene Fragment von sechs Zeilen kann inhaltlich bereits einem Blatt aus dem Nachlass (KN 41, 332) zugeordnet werden. Aus welchem textgenetischen Stadium der „Grammatischen Gespräche“ (oder der Grammatik) es stammt, wird die im Rahmen der Hamburger Klopstock-Ausgabe in Vorbereitung befindliche historisch-kritische Neuedition der „Grammatischen Gespräche“ zeigen.

Veranstaltungsflyer Mai

11. April 2016
von MJGT — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 536 Aufrufe

Stabi Flyer Mai 2016

In unserem monatlich erscheinenden Flyer bieten wir Ihnen einen Überblick über das umfangreiche Veranstaltungsprogramm der Stabi. Sie finden dort die kommenden Vorträge, Konzerte, Lesungen und Ausstellungen. Als gedrucktes Exemplar liegt er im Foyer der Stabi aus und wird an vielen Stellen in der Stadt verteilt. Sie können den Flyer auch bequem auf Ihren Rechner herunter laden. Die neueste Ausgabe mit dem Programm für den kommenden Monat Mai ist bereits da: Flyer Mai 2016 (PDF; 1,7 MB).

Schauen Sie doch mal rein, ob aus dem Veranstaltungsangebot nicht etwas dabei ist, was Sie interessiert und das Sie vielleicht schon jetzt in Ihrem Kalender vormerken möchten. Wie immer gibt es alle Informationen auch fortlaufend hier im Blog, auf Facebook und auf Twitter.

Open-Access-Policy der Stabi

6. April 2016
von MJGT — abgelegt in: Aktuelles,Open Access — 947 Aufrufe

Open Access Wer die Aktivitäten der Stabi in den vergangenen Jahren verfolgt hat, weiß, dass wir Open Access aktiv unterstützen und entsprechende Angebote zur freien Verfügbarkeit wissenschaftlicher Inhalte geschaffen haben. Diese in der Praxis bereits umgesetzte Haltung haben wir nun auch in einer Policy ausformuliert und ganz bewusst in unsere neu konzipierte und gestaltete Website eingebunden:

Open Access bezeichnet den freien und ungehinderten Zugang zu digital bereitgestellten wissenschaftlichen Inhalten zum Wohl der Wissenschaft und der Gesellschaft. Die SUB ist Hamburgs größte wis­sen­schaftliche Allgemeinbibliothek und nach Maßgabe des Hamburgischen Hochschulgesetzes (§ 94) zugleich die zentrale Bibliothek der Universität Ham­burg und der anderen Hochschulen der Stadt. Sie steht im Dienst von Wissenschaft, Kultur, Presse, Wirtschaft und Verwaltung. Die SUB unterstützt seit Jahren die freie Verfügbarkeit von wissenschaftlichen Inhalten in vielfältiger Weise.

Lesen Sie den kompletten Text mit einer ausführlichen Erklärung, wie die SUB als zentrale Dienstleistungseinrichtung ihre Bereitschaft zum nachhaltigen Handeln und zur Unterstützung ihrer Hamburger Partner ganz konkret umsetzt, in der «Open-Access-Policy der Stabi».

Post-it – Nein danke!

5. April 2016
von SH — abgelegt in: Aktuelles — 575 Aufrufe

Post-it beklebtes Buch

Benutzen Sie gerne die kleinen, bunten Helfer, um bei der Arbeit mit unseren Büchern relevante Textstellen schnell wiederfinden zu können?

Das können Sie bei unserem ausleihbaren Bestand gerne tun. Aber: bitte entfernen Sie diese vollständig vor Rückgabe der Bücher. Sie verstehen sicher, dass unser Personal weder Zeit noch Lust hat, diese aus den zurückgegebenen Büchern wieder heraus zu pulen. Und selbstverständlich können wir derart beklebte Bücher nicht dem nächsten Leser aushändigen. Der hätte auch sicher eine andere Bewertung der wichtigen Textstellen und wäre mit Ihren Markierungen vermutlich gar nicht einverstanden.

Bei unserem lesesaalpflichtigen Bestand ist die Verwendung von Post-it aus konservatorischen Gründen nicht zulässig.

Platt für die Stadt – der erste Plattdeutsch-Tag in Hamburg Platt für die Stadt – der erste Plattdeutsch-Tag in Hamburg.

An’n eersten Plattdüütsch-Dag in Hamborg warrt ok in de Stabi Platt snackt, leest un sungen: Klock ölben geiht dat los mit Detlef Wutschik un „Klappmuul Werner Momsen em sien Soloshow“. Klock twölf leest Bolko Bullerdiek vun „Disteln un anner Blomen“, dorno kummt (12:15) Prof. Dr. Ingrid Schröder mit ehrn Vördrag „Niederdeutsch. Zwischen internationaler Geschäftssprache und Kulturdialekt“, un achteran leest Bolko Bullerdiek noch mol. Klock twee is Gerrit Hoss mit sien nee’en plattdüütschen Leder un Texten an de Reeg, un Klock dree is dat Annie Heger ehrn Törn: „Dat harr blond so eenfach ween kunnt“ – De Liza Minelli ut Oostfreesland singt un vertellt. Bobento gifft dat en lütt Utstellen mit plattdüütsche Böker un Manuskripten ut de Stabi. Utrichter is de Plattdüütschroot för Hamborg.

Am ersten Plattdeutsch-Tag in Hamburg (das gesamte Programm finden Sie unter platt.hamburg) wird auch in der Stabi Plattdeutsch gesprochen, gelesen und gesungen:

  • Um 11 Uhr beginnt es mit Detlef Wutschik und „Klappmaul Werner Momsen ihm seine Soloshow“.
  • Um 12 Uhr liest Bolko Bullerdiek von „Disteln und anderen Blumen“, darauf folgt
  • um 12:15 Prof. Dr. Ingrid Schröder mit ihrem Vortrag „Niederdeutsch. Zwischen internationaler Geschäftssprache und Kulturdialekt“, anschließend liest erneut Bolko Bullerdiek.
  • Um 14 Uhr ist Gerrit Hoss mit seinen neuen plattdeutschen Liedern und Texten an der Reihe, und
  • um 15 Uhr kommt Annie Heger: „Das hätte blond so einfach sein können“ – Die Liza Minelli aus Ostfriesland singt und erzählt. Außerdem gibt es eine kleine Ausstellung mit plattdeutschen Büchern und Manuskripten der Stabi.

Weiter lesen „Platt för de Stadt – de eerste Plattdüütsch-Dag in Hamborg (23.4.)“