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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Digitale Semesterapparate: (erst einmal) gute Nachrichten

15. Dezember 2016
von IM — abgelegt in: Aktuelles,E-Medien,Hamburg — 3.501 Aufrufe

Kultusministerkonferenz (KMK), Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und die Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort) haben in einer Grundsatzvereinbarung vom 23.12.2016 eine Einigung zur Anwendung des § 52a des Urheberrechtsgesetzes (UrhG) getroffen. Im Ergebnis wird die bisherige Regelung (bis 31.12.2016) mit einer pauschalen Vergütung durch Bund und Länder bis zum 30.9.2017 verlängert. Bis zum Wintersemester 2017 wird die AG weiter beraten, um eine befriedigende Lösung vereinbaren zu können. Die Vereinbarung bedarf noch der Zustimmung des Verwaltungsrates der VG Wort und der Amtschefkonferenz der KMK.
(Update vom 3.1.2017)

Gegebenenfalls wird der Gesetzgeber dabei Vorgaben machen, da die CDU-Fraktion im Deutschen Bundestag das Bundesministerium der Justiz und Verbraucherschutz aufgefordert hat, den Gesetzentwurf mit einer allgemeinen Wissenschaftsschranke in die parlamentarische Beratung einzubringen, wie es der Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD vorsieht.

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Erst einmal bleibt der Ansturm aus.

 

Die wichtigste Mitteilung für heute ist somit, dass keine digitalen Textdokumente zum 31.12.2016 vom Netz genommen werden müssen!

Hintergrundinformationen finden Sie auf unserer Webseite zum Thema.

Seit 2003 können Hochschulen in E-Learning-Plattformen und wissenschaftlichen elektronischen Apparaten für Forscher urheberrechtlich geschützte Werkteile zum Abruf bereitstellen. Die rechtliche Grundlage dazu bildet der Paragraf 52a des Urheberrechtsgesetzes.

Die Nutzungen wurden bislang pauschal durch die Länder für ihre Hochschulen vergütet. Die Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort) hat auf dem Gerichtswege erstritten, dass sie für Textwerke Anspruch auf eine Einzelmeldung und Einzelvergütung jeder Nutzung hat. Die BGH-Entscheidung wurde in einem Rahmenvertrag Länder und VG Wort gefasst. Dieser tritt zum 1.1.2017 in Kraft.

Die Hamburger Hochschulen sind wie Hochschulen in den anderen Bundesländern dem Rahmenvertrag nicht beigetreten. Sie haben sich damit auch einer entsprechenden Empfehlung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) angeschlossen. Grund ist, dass ein erheblicher administrativer und personeller Mehraufwand erwartet wird, der Lehre und wissenschaftliche Forschung beeinträchtigt.

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Die Ruhe vor dem Sturm?

 

Die Kultusministerkonferenz (KMK), die HRK und die VG Wort haben in einer gemeinsamen Presseerklärung mitgeteilt, dass sie eine AG gegründet haben, die zum Ziel hat, bis zum Jahresende noch eine praxistaugliche Lösung über den 1.1.2017 hinaus zu finden.

Update 15.12.2016: Die AG hat eine Einigung erzielt! Es müssen keine digitalen Textdokumente zum 31.12.2016 vom Netz genommen werden!

Nähere Informationen zum Rahmenvertrag, mögliche Handlungsoptionen bei dessen Inkrafttreten sowie Unterstützung bei Fragen zur Rechtslage bieten wir Ihnen auf unserer Webseite https://www.sub.uni-hamburg.de/service/UrhG52a.

Historischer Rückblick im Bergedorf-Blog auch in 2017

5. Dezember 2016
von MJGT — abgelegt in: Aktuelles,E-Medien,Hamburg — 469 Aufrufe

bergedorf1917

Gute Nachrichten für die Leserschaft des Bergedorf-Blogs. Staatsrat a.D. Bernd Reinert wird auch im kommenden Jahr das Blog mit seiner auf Nachrichten der Bergedorfer Zeitung gestützten historischen Rückschau auf die Ereignisse in Bergedorf vor 100 Jahren fortsetzen. Das im Jahr 2013 eingerichtete Blog mit seinen historischen Betrachtungen anhand von Quellen der Stabi Hamburg geht damit in das fünfte Jahr seines Bestehens.

Weiter lesen „Historischer Rückblick im Bergedorf-Blog auch in 2017“

Ausbildungsplätze in der Stabi – bis 31.12. bewerben

5. Dezember 2016
von MJGT — abgelegt in: Aktuelles — 391 Aufrufe

Ausbildung in der StabiAm 31.12.2016 endet die Bewerbungsfrist für voraussichtlich drei Ausbildungsplätze für Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste, Fachrichtung Bibliothek.

Voraussetzung für diese am 1.9.2017 beginnende Ausbildung ist mindestens ein guter Realschulabschluss mit guten bis sehr guten Deutsch- und Englischkenntnissen.
Weitere Fremdsprachen wie auch bereits absolvierte Praktika in Bibliotheken oder im Buchhandel sind von Vorteil.
Wir erwarten von Ihnen eine fundierte Allgemeinbildung, Konzentrationsfähigkeit, Sorgfalt sowie Teamorientierung und Flexibilität wie auch das Interesse für neue Medien.

Besonders möchten wir Migrantinnen und Migranten ermutigen, sich zu bewerben, da deren Förderung ein ausdrückliches Ziel der Freien und Hansestadt Hamburg ist.

Bewerbungen richten Sie bitte mit Lebenslauf, aktuellem Foto und Ihren relevanten Zeugnissen schriftlich oder per E-Mail (ulrike.lang@sub.uni-hamburg.de) an die Ausbildungsleitung der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg, Fr. Lang:

Adresse:
Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky
z.H. Frau Lang
Von-Melle-Park 3
20146 Hamburg

Informationen zur Ausbildung in der Stabi finden Sie auf unserer Website.

Veranstaltungsflyer Januar

5. Dezember 2016
von MJGT — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 591 Aufrufe

Veranstaltungsflyer Januar 2017

In unserem monatlich erscheinenden Flyer bieten wir Ihnen einen kompakten Überblick über das umfassende Veranstaltungsprogramm der Stabi. Sie finden dort die jeweils anstehenden Vorträge, Konzerte, Lesungen und Ausstellungen. Als gedrucktes Exemplar liegt er in Kürze im Foyer der Stabi aus und wird an vielen Stellen in der Stadt verteilt. Sie können den Flyer aber bequem schon jetzt auf Ihren Rechner herunter laden. Die neueste Ausgabe mit dem Programm für den kommenden Monat Januar ist nun da: Flyer Januar 2017 (PDF; 1,3 MB).

Schauen Sie doch mal rein, ob aus dem Veranstaltungsangebot nicht etwas dabei ist, was Sie interessiert und das Sie vielleicht schon jetzt in Ihrem Kalender vormerken möchten. Wie immer gibt es alle Informationen auch fortlaufend hier im Blog, auf Facebook und auf Twitter.

Go East – go West!

Abschlussgespräch mit ÜbersetzerInnen aus dem südosteuropäischen Raum

Samstag, 10. Dezember 2016, 14 Uhr im Vortragsraum (1. Etage)

Im Rahmen des Projekts „Go East – Go West! Transnationale und translinguale Identitäten zwischen Deutschland und Mittelosteuropa“, gefördert von der Claussen-Simon-Stiftung, werden für die Studierenden des Instituts für Slavistik vier Workshops mit vier ÜbersetzerInnen aus dem Russischen, Polnischen, Tschechischen und Bosnisch/Kroatisch/Serbischen veranstaltet.
Weiter lesen „Offenes Abschluss-Gespräch zu Übersetzungs-Workshops (10.12.)“

flohmarkt-aai2016

Die Bibliothek des Asien-Afrika-Instituts lädt ein zum Bücherflohmarkt

am Dienstag, 6. Dezember 2016,
von 11 bis 16:30 Uhr.

Ort: Edmund-Siemers-Allee 1 Ost, Foyer.

Kicker Almanach 1955

Kicker Almanach 1955

„Rahn schießt…Tor, Tor, Tor!“ – Diese legendären Worte beschreiben die emotionale Wucht, mit der der WM-Titel die Deutschen 1954 erfasste. Das „Wunder von Bern“ stellt bis heute erinnerungskulturell alle nachfolgenden Fußballerfolge in den Schatten, ist zum Mythos geworden.

Ein großer Moment war auch 1973 die WM-Qualifizierung für die polnische Fußballnationalmannschaft im Londoner Wembley-Stadion. Sie gewann nach jahrzehntelanger Abstinenz und als Underdog gegen die hoch favorisierten Engländer. Hauptakteur war der polnische Torhüter Jan Tomaszewski.
Weiter lesen „Deutsch-polnische Erinnerungsorte: Die Wunder von Bern und Wembley 1954/1973 (15.12.)“

Dirk Tiemann: Monotheist trifft Polytheist – die aztekische Religion aus der Sicht eines Christenmenschen

Mittwoch, 14. Dezember 2016, 18.15
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eintritt frei.

Historia Genreral, SUB Hamburg Während des sechzehnten Jahrhunderts entstand eine interessante und wichtige Darstellung über eine vermeintliche „aztekische Kultur“, mit der die Konquistadoren und Missionare in Kontakt gekommen waren. Der hispanische Franziskanermönch Bernhardino de Sahagún ließ mit Hilfe christlich erzogener Nachkommen der indigenen Eliten und vermeintlich prähispanischer Kulturexperten eine Ethnographie der „aztekischen Kultur“ abfassen. Der Florentiner Codex bzw. die Historia General wird heute als eine der wichtigsten und grundlegenden Quellen zur Rekonstruktion der vorspanischen Lebens- und Vorstellungswelt bewertet und verwendet.

Dieser Vortrag wird sich mit dem Bereich der religiösen Vorstellungen befassen. In diesem Zusammengang werden Einblicke in die aztekische Götter- und Glaubenswelt, wie sie in der Historia General überliefert sind, gegeben und diese auf deren vorhandenen christlichen Einfluss und Verständnis hin überprüft. Schließlich soll gezeigt werden, wie abhängig die Wahrnehmung von eigenen Vorstellungen und der eigenen Weltsicht ist. Wie frei waren also der Franziskaner und seine Gehilfen in ihrer Wahrnehmung der religiösen Bereiche dieser „aztekischen Kultur“?

Eine Veranstaltung der Mesoamerika-Gesellschaft Hamburg in Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg und der Linga-Bibliothek für Lateinamerika-Forschung.

Raubgut-Band restituiert aus der Provenienz Victor Mauthner

25. November 2016
von MJGT — abgelegt in: Aktuelles — 859 Aufrufe

Theodor Herzls zionistische Schriften

Sign. A/200159. In beluga mit Provenienz verzeichnet

Am 23. November konnte die Arbeitsstelle NS-Raubgut – Provenienzforschung der Stabi ein Buch nach Israel schicken, um es an die rechtmäßigen Erben zurück zu geben. In dem Buch war eher zufällig der Stempel von „Viktor Mauthner“ gefunden worden. Da der Band erst 1958 als Geschenk der Deutschen Forschungsgemeinschaft in die Bestände kam, war der Raubgut-Hintergrund zunächst nicht aufgefallen.

Es handelt sich um die „Zionistischen Schriften“ von Theodor Herzl in der 2. Auflage von 1920 – ein Klassiker der zionistischen Bewegung der europäischen Juden. Theodor Herzl begründete Ende des 19. Jahrhunderts den politischen Zionismus, der die Gründung eines eigenen Staates für alle Juden forderte. Ihm zu Ehren nannte eine kleine Gruppe Siedler vier Jahre später, 1924, eine Siedlung im damaligen Palästina. Bis heute heißt die dort entstandene Stadt im heutigen Israel „Herzlia“.

Viktor Mauthner (1894-1944) und seine Frau Anna geb. Vohryzek

Viktor Mauthner (1894-1944) und
seine Frau Anna geb. Vohryzek

Schnell ließ sich recherchieren, dass der Name Mauthner im habsburgischen Österreich-Ungarn häufig war. Die Mauthners waren eine verzweigte jüdische Familie mit vielen, teilweise bedeutenden Mitgliedern.

Über Viktor Mauthner ließ sich in Erfahrung bringen, dass er 1894 im damals böhmischen Grünberg bei Gablonz geboren wurde und als Buchhalter in Prag tätig war.

Mit seiner Frau Anna hatte er die drei Söhne Shlomo, Benjamin und Pavel.

Während seine älteren beiden Söhne mit der Jugend-Aliyah, einer zionistischen Jugendorganisation, in den 30er Jahren nach Palästina emigrierten, gelang dies Viktor Mauthner nicht mehr. Im Spätherbst 1941 begannen, parallel zu Deutschland, die Deportationen der jüdischen Bevölkerung aus dem besetzten „Protektorat Böhmen-Mähren“. Viktor Mauthner wurde mit seiner Frau und dem jüngsten Sohn, damals 15jährig, am 5. Juli 1943 zunächst in das Lager Theresienstadt deportiert, was von Prag nur etwa 60 Kilometer entfernt lag. Von dort wurden die drei Mauthners rund ein Jahr später nach Auschwitz weiterdeportiert und ermordet.

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