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Hamburg, Carl von Ossietzky

Öffnungszeiten heute10.00 bis 24.00 Uhr alle Öffnungszeiten

Reisepass des 1939 nach New York emigrierten deutschen Juden Moses KirchheimerDie Walter A. Berendsohn-Forschungsstelle für deutsche Exilliteratur lädt ein:

Aus Hamburg ins Exil. Die Flucht vor dem Nationalsozialismus
Vortrag und Gespräch mit Prof. Dr. Ursula Büttner
am Donnerstag, 21. Januar 2010 um 18:00 Uhr
im Ossietzky-Lesesaal der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg
(im Altbau – Erdgeschoss)
(Eintritt frei)

Viele Tausend Hamburger und Hamburgerinnen wurden nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten ins Exil gejagt. Neben den politischen Gegnern des Regimes und vielen Angehörigen der geistigen Elite, die sich gegen die Unterdrückung von Menschenrechten und Freiheit wehrten, musste eine etwa zehnmal so große Zahl von „kleinen Leuten“ fliehen: gewöhnliche Deutsche aus allen Schichten, die Opfer der rassistischen Verfolgung wurden. In dem Vortrag werden nach einem allgemeinen Überblick über die Vertreibung aus Hamburg die Fluchtmotive und Exilerfahrungen der verschiedenen Gruppen an besonders eindrucksvollen Schicksalen exemplarisch behandelt: vom Metallarbeiter und Gewerkschaftsfunktionär Otto Piehl (1906-1999), der nach Dänemark und Schweden emigrierte und in Kopenhagen Mitgründer des Emigrantenheims wurde, über den als Juden verfolgten Hans Robinsohn (1897-1981), vor der Emigration Mitinhaber des Kaufhauses Gebr. Robinsohn und später im Exil Gründer und Hauptperson einer reichsweiten liberalen Widerstandsgruppe, bis hin zu den prominenten Fällen Herbert Weichmann, Max Brauer und Walter A. Berendsohn werden Menschen vorgestellt, die mit der Situation der Verfolgung und Vertreibung auf unterschiedlichste Weise umgingen. Frau Professor Dr. Ursula Büttner, Mitarbeiterin an der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg und sowie am Institut für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Universität Hamburg, bietet zum Thema eine so spannende wie lebendige Darstellung und steht im Anschluss für Fragen und Gespräche gern zur Verfügung. Die Geschichte der Stadt Hamburg in den Phasen der Weimarer Republik, der NS-Zeit und der Nach-kriegswirren stellt eines ihrer Hauptforschungsgebiete dar; sie wurde für ihre einschlägigen Werke über die Hansestadt im April 1995 mit dem Hamburger Max-Brauer-Preis geehrt.

Paper-Art-Work Ingrid Siliakus
Wenn von Schularchitektur die Rede ist, wird gerne der „Dritte Lehrer“ ins Spiel gebracht. Ein schwedisches Sprichwort besagt, dass das Schulgebäude der dritte Lehrer sei (der erste seien die Mitschüler, der zweite sei der eigentliche Lehrer, siehe ZEIT-Artikel Der dritte Lehrer). Schule im Dialog – die Ini­ti­a­ti­ve en­ga­gier­ter El­tern und bil­dungs­in­te­res­sier­ter Bür­ger ist der Ansicht, dass der „3. Pädagoge“ allzu lange ignoriert wurde und lädt zu einer Informationsveranstaltung in die Stabi ein, um den Bildungsfaktor Schulbau-Architektur zu beleuchten.

Schu­len, his­to­risch als „Lern-An­stalt“ kon­zi­piert – in der Substanz ma­ro­de oder in den Baby-Boom-Jah­ren kos­ten­spa­rend hoch­ge­zo­gen – sind ein Erbe, das die Le­bens­welt von Kin­dern und Ju­gend­li­chen über die ent­schei­den­den Jah­re prägt. Nach den Er­kennt­nis­se der in­ter­na­ti­o­na­len For­schung zur Schul­bau-Ar­chi­tek­tur wird es Zeit, Schu­len als komplexen Lern- und Bildungs-Raum zu ver­ste­hen.

Wenn Sie mehr über das Thema Schule als Raum erfahren möchten, sollten Sie sich den Termin 9.2.2010 vormerken, an dem Sie einen spannenden Vortrag und eine sicherlich aufschlussreiche Podiumsdiskussion mit ausgewiesenen Experten erwarten dürfen:

Schule im Dialog: Bildungsfaktor Schulbau-Architektur. Vortrag und Podiumsdiskussion
9. Februar 2010, 19 Uhr
Lichthof im Altbau der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky,
Eingang Edmund-Siemers-Allee / Ecke Grindelallee
Einlass ab 18 Uhr, Eintritt: 6 Euro
Kartenre­ser­vie­rung un­ter Tel: (040) 42838-5857, per E-Mail: info@schu­le-im-dialog.de.
Abend­kas­se

Schule im Dialog Vortrag: Prof. Kristin Westphal vom Fachbereich Bildungswissenschaften an der Universität Koblenz-Landau zählt zu einer interdisziplinären Gruppe von Wissenschaftlern, die sich den Zusammenhängen von Körper, Raum und Bewegung widmen. In ihrem Vortrag stellt sie Ergebnisse der internationalen Forschung zur Schulbau-Architektur vor und erläutert, welchen Einfluss Schulgebäude auf das soziale und sinnlich-körperliche Verhalten, die Wertschätzung von Bildung und den Lernerfolg ausüben. Eine Einladung zum Dialog über die Parameter, die Architekten, Bauherren und Stadtplaner berücksichtigen sollten, wenn sie Lern- und Lebensräume für Kinder und Jugendliche sanieren, umbauen oder neu bauen.

Grußwort: Christa Goetsch, Senatorin für Schule und Berufsbildung
Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Kristin Westphal, Universität Koblenz-Landau, Dipl. Ing. Arch. Susanne Szepanski (Initiative Architektur und Schule), Hamburgische Architektenkammer, Prof. Dipl. Ing. Peter Hübner, Plus Bauplanung, Neckartenzlingen, Architekt von Schulneubauten „Schule-neu-denken“, Prof. Dr. Michael Schulte-Markwort, Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychosomatik im UKE, Sybille Wanders, Gründerin der bundesweiten Initiative „Gewaltfrei Lernen“, Köln
Moderation: Stefan Sauer, Schule im Dialog
Eine Veranstaltung von Schule im Dialog.

Mit unserem Lichthof, der einstigen Eingangs- und Pausenhalle des ehemaligen Wilhelm-Gymnasiums, findet diese Veranstaltung an einem Ort statt, der selbst einmal Teil der Schularchitektur Hamburgs gewesen ist. Freuen Sie sich auf die Auseinandersetzung mit Vergangenheit und Zukunft des 3. Lehrers.

Grafik oben rechts: Paper-Art-Work by Ingrid Siliakus.

Stabi: Zuwachs für das Informationszentrum

17. Januar 2010
von ST — abgelegt in: Aktuelles,Baustelle Stabi — 1.905 Aufrufe

Was lange währt, wird endlich gut: Als 2006 die damalige Bibliographiensammlung in einen dringend benötigten Lesesaal 3 umgewandelt wurde*, konnten nicht alle Bände ins Informationszentrum einziehen – der Platz war begrenzt.

2006 - der Einzug der Bibliographien. Im Vordergrund der Alte Alphabetische Katalog - inzwischen längst abgebaut und komplett retrokonvertiert.Am deutlichsten wurde die Trennung bei den Personal- und Regionalbibliographien. Sie standen fortan teils im Informationszentrum (IZ Pers und IZ Reg) und teils im Bibliographienbereich des Lesesaals 3 (B Pers und B Reg). Die Schaffung von neuen Gruppenarbeitsplätzen bietet uns nun die Gelegenheit, wieder zusammenzuführen, was zusammengehört. Ab Montag, 18.1.2010 beginnen die Umzugsarbeiten im Informationszentrum. Um die Umzugsphase so kurz wie möglich zu halten, findet alles bei laufendem Betrieb statt. Zeitweise wird es im Informationszentrum auch zu Teilsperrungen einzelner Regale und zur Wegeumleitung kommen.

Die zweite gute Nachricht für das Informationszentrum ist die Ausweitung der MS Office-Lizenzen für acht weitere PCs mit Internetzugang. Ab 25.1.2010 kann dann nicht nur an den 22“ Widescreen Monitoren gleichzeitig recherchiert und gearbeitet werden, sondern auch an den Internet-PCs an der Fensterfront linksaußen.

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*Gut, dass in unserem Stabi-Blog die Bibliotheksneuigkeiten zurück bis Januar 2006 archiviert sind. Das Blog selbst ging dann im Juni an den Start – und siehe da: es wird dieses Jahr schon 4!

Sammelband Kirsten BoieKirsten Boie ist eine der bekanntesten und erfolgreichsten Kinder- und Jugendbuchautorinnen Deutschlands. Die Hamburger Autorin schrieb 1985 ihr erstes Kinderbuch. Seitdem hat sie über 100 Kinder- und Jugendbücher auf den Markt gebracht.
Ihr Erfolg zeichnet sich durch internationale Anerkennung der literarischen Fachwelt, vor allem aber durch die überwältigende Lektüre von Kindern und Jugendlichen aus. Vor diesem Hintergrund erhielt sie neben vielen anderen Auszeichnungen den Deutschen Jugendliteraturpreis 2007 für ihr Gesamtwerk, den Großen Preis der Deutschen Akademie für Jugendliteratur 2008 und den Evangelischen Buchpreis 2006.
Zu ihrem 60. Geburtstag widmen ihr die Staatsbibliothek und das Department Information der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) eine Ausstellung Aufwachsen mit Kirsten Boie – Die Kinder- und Jugendbuchautorin wird 60 und ein Symposium zu ihrem Gesamtwerk: Leidenschaft und Disziplin. Umfassende Informationen finden Sie hier.

Die Ausstellung (28.1.-21.3.2010) wird von Goethe-Instituten in aller Welt übernommen. Eine Datenbank aller Primär- und Sekundärtexte zum Gesamtwerk Kirsten Boies und ein wissenschaftlicher Sammelband mit den Texten des Symposiums begleiten die Veranstaltungen.
Mittwoch, 27. Januar 2010, 10-16 Uhr
Symposium „Leidenschaft und Disziplin“. Zum 60. Geburtstag von Kirsten Boie.
Ort: LICHTHOF im Altbau der Bibliothek, Eingang Edmund-Siemers-Allee / Ecke Grindelallee.
Themen: Kirsten Boies Kinder – und Jugendliteratur – ein Kompendium moderner Erzählformen (Prof. Hans-Heino Ewers); Gehirn und Kinderbuch (Prof. Dr. Christian Büchel); Leseförderung mit Texten von Kirsten Boie (Studentenberichte); Familiale Kindheit im 20. Jahrhundert – Kirsten Boie als literarische Chronistin (west)deutscher Zeitgeschichte (Dr. Caroline Roeder); Beim männlichen Leser angekommen? Zur Darstellung von Geschlechterrollen im Werk Kirsten Boies (Prof. Christine Garbe).
Einlass 9.30 Uhr. Eintritt Euro 20,-/16,- Anmeldung unter b-dankert@t-online.de, Tel.: 040-42838-5857

Mittwoch, 27. Januar 2010, 17 Uhr
Eröffnung der Ausstellung „Aufwachsen mit Kirsten Boie. Die Kinder- und Jugendbuchautorin wird 60.
Ort: LICHTHOF im Altbau, Eingang Edmund-Siemers-Allee / Ecke Grindelallee
Grußworte: Senatorin Prof. Dr. Karin v. Welck, Senatorin für Kultur, Sport und Medien, Prof. Dr. Michael Stawicki, Präsident der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW), „Seeräubermoses“ – Piraten der Gesamtschule Wilhelmsburg, Leitung: Christel Straß und Annika Gleißenberg, „Die Heikes und die Monis“ Weltkinderliteratur aus Hamburg, Prof. Birgit Dankert, HAW, DAS VERDREHTE BUCH, Grundschule Meiendorf. Leitung: Prof. Dr. Ulrike Verch HAW.
Einlass 16.30 Uhr. Eintritt frei

China direkt

12. Januar 2010
von AC — abgelegt in: Tipps und Tricks — 2.005 Aufrufe

Der Dokumentlieferdienst subito bietet seit kurzem den Bestelldienst „China Direkt“ an. Aus 36.000 chinesischen Zeitschriften können Aufsätze direkt aus China per Email-Lieferung bestellt werden. Recherchiert werden kann mit Stichworten in Pinyin-Titeln bzw. englischem Paralleltitel oder mit chinesischen Schriftzeichen im Originaltitel. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der subito-Hompage (leider nur für registrierte Kunden).

Literatur und Internet

11. Januar 2010
von MJGT — abgelegt in: Aufgelesen — 1.545 Aufrufe

Buch-Leser Die Themen Internet und Literatur wachsen immer mehr zusammen, das registrieren wir als Bibliothek und Sie als Leser. Wir stellen uns auf diese in den vergangenen Jahren rasant forcierte Entwicklung ein, indem wir unsere Dienste – soweit dies möglich ist – auch elektronisch für Sie zur Verfügung stellen, und Sie wissen diese Vorteile verstärkt zu nutzen. So weit so gut. Doch welche grundsätzlichen Veränderungen erfährt der Literaturbetrieb durch die Annäherung von Literatur und Internet? Christine Richard hat sich dieses Themas angenommen und dieser Tage in der Basler Zeitung einen interessanten Artikel mit vielen weiterführenden Links dazu veröffentlicht:

Der Literaturbetrieb wandert ins Netz, heimlich, still und leise. Hobby-Dichter, Lyriklesungen, Selbstverlage, Literaturkritiker: alles online.

Das Internet ist mehr als Amazon und GoogleBooks; es schafft eine neue Amateurkultur von unten, eine junge literarische Öffentlichkeit. Aber der Gründerboom ist vorbei. Warten auf Qualität. Ein Zwischenbericht.

Lesen Sie weiter in der Basler Zeitung: «Web your book – Literatur im Internet».

Fotoquelle: fmatte, Photocase.

[via @literaturcafe]

Portal für Lexika und Wörterbücher

11. Januar 2010
von MM — abgelegt in: E-Medien — 1.692 Aufrufe

Im Library Information Portal (LIP) können Sie in ca. 40 Lexika und Wörterbüchern der Verlage Brockhaus, Duden, Harenberg und Meyer recherchieren. Enthalten sind z.B.: Brockhaus Enzyklopädie, Duden – Rechtschreibung, Duden – Herkunftswörterbuch, Harenberg Schauspielführer und viele mehr. LIP ist für alle Nutzer mit gültigem Bibliotheksausweis auch extern zugänglich.

Weitere Lexika finden Sie in der Rubrik „Wörterbuch, Enzyklopädie, Nachschlagewerk“ im Fachgebiet Allgemein / Fachübergreifend.

Bislang war der Volltextzugang im Rahmen einer Nationallizenz nur für ausgewählte Archive des World Biographical Information System (WBIS) möglich. Jetzt hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft der Förderung auch der noch fehlenden Archive zugestimmt, allerdings mit einer wichtigen Ausnahme: das „Deutsche Biographische Archiv“ ist nach wie vor nicht Teil der Nationallizenz. Dieses Archiv hat aber die Stabi schon seit längerem selbst lizenziert, so dass Sie im Campus-Netz auf jeden Fall Zugang zu allen Archiven haben.

Weitere biografische Datenbanken finden Sie im Fachgebiet Allgemein / Fachübergreifend unter der Rubrik „Biographische Datenbank“.

GdKKurz vor Abschluss der Ausstellung „Grammatik der Kunst – Die niederländische Kunstliteratur im 17. Jahrhundert“ hat der Kurator, Dr. Johannes Hartau, die Ausstellungstexte mit Illustrationen zur Veröffentlichung frei gegeben. Am Schluss des Konvoluts befindet sich eine einschlägige Link-Sammlung.

Das PDF (2,21 MB) können Sie hier herunterladen.

Digitalisierte historische Hamburg-Karten im Netz

8. Januar 2010
von KW — abgelegt in: Schätze der Stabi — 9.616 Aufrufe

Historische Hamburgkarte

Aus dem historischen Kartenbestand der Staatsbibliothek sind ca. 200 alte Hamburg-Kartenblätter digitalisiert worden und stehen ab sofort auf der Website der Stabi mit einer eigenen Recherche zur Verfügung. Die meisten vorhandenen Karten von Hamburg und der näheren Umgebung für den Zeitraum 1590-1880 wurden bei diesem Digitalisierungsvorhaben berücksichtigt und können nunmehr auf komfortable Weise im Netz recherchiert und betrachtet werden. Die Blätter wurden in der Medienwerkstatt des Hauses an einem Homrich-Reprostand gescannt, um eine farbgetreue Widergabe zu erreichen. Die hohe Reproduktionsqualität ist die Basis für die integrierte Zoomfunktionalität, mit der kleinste Kartendetails fokussiert werden können.

Durch die Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung konnte eine interessante graphische Suchmöglichkeit geschaffen werden: Mit der Georeferenzierung aller 200 Karten ist es möglich geworden, auf einer modernen Karte einen beliebigen Punkt anzuklicken und alle zu diesem Punkt passenden Altkarten aufgelistet zu bekommen. Der vom Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung entwickelte Sucheinstieg wurde in die Anwendung der SUB eingebunden.

Wir laden Sie ein, in der Stadt und an der Elbe herumzustreifen und dabei in fernen Zeiten zu versinken!