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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Prix Goncourt für Michel Houellebecq

12. November 2010
von MJGT — abgelegt in: Aufgelesen — 3.053 Aufrufe

Michel Houellebecq 'La carte und le territoire' In dieser Woche wurde Michel Houellebecq mit dem wichtigsten französischen Literaturpreis, dem Prix Goncourt, ausgezeichnet. Für seinen aktuellen Roman «La carte et le territoire», der im März 2011 im Dumont Verlag unter dem Titel «Karte und Gebiet» erscheinen wird. Ein Triumph für den Bestseller- und Skandalautor, auf den er – oft favorisiert, doch am Ende nie prämiert – lange warten musste. Die französische Literaturkritik war sich dieses Jahr aber sicher, dass er ihn bekommen wird. Schon seit Monaten wurde er in den Feuilletons als diesjähriger Preisträger genannt. Böse Zungen sagen gar, er habe seinen Roman auf den Preis hin zugeschrieben. So berichtet DIE ZEIT:

«Die Goncourt-Juroren können fast nicht anders. Sie müssen einem Roman, der alles hat, um zu gefallen, nur wohlgesinnt gegenüber sein», schrieb der Kritiker Pierre Assouline. Und so war unter seinen Kollegen einhellig von Meisterwerk, Vollendung und literarischer Tiefe die Rede.

Martina Meister findet in der Frankfurter Rundschau deutliche Worte zum Prophet(en) der Mittelmäßigkeit:

Michel Houellebecq hat es wirklich geschafft. Er hat mit dieser rituell wirkenden Selbsttötung des Schriftstellers durch den Erzähler seine hasserfüllten Kritiker ein für alle Mal mundtot gemacht und sich auf gewisse Weise den Weg freigeschossen zum Prix Goncourt. Zu diesem Preis, für den er seit zehn Jahren im Gespräch ist, der mindestens zwei Mal an ihm vorbeigegangen ist und der ihm fehlte, allen Erfolges zum Trotz. Es war wie ein Phantomschmerz, auch wenn er das nur widerwillig zugegeben hat.

Hören Sie auf RTL.fr ein knapp 10-minütiges Interview mit dem Preisträger: Le prix Goncourt 2010 attribué à Michel Houellebecq.

Gewissensbisse : ethische Probleme der Informatik Selbstverständlich ist ein Fachgebiet wie die Informatik auch mit Fragen der Ethik konfrontiert. Ein Autorenkollektiv, bestehend aus Debora Weber-Wulff, Christina Class, Wolfgang Coy, Constanze Kurz, David Zellhöfer, ist angetreten, ein Lehrwerk zu verfassen, das Dozenten aus der Informatik Fallbeispiele an die Hand gibt, um diese wichtige gesellschaftspolitische Frage mit in die Informatik-Ausbildung aufzunehmen. Einer der Autoren des Buches Gewissensbisse: Ethische Probleme der Informatik ; Biometrie – Datenschutz – geistiges Eigentum., David Zellhöfer, kommt nächste Woche zur Lesung in die Informatik-Bibliothek:

David Zellhöfer liest am Donnerstag, den 18.11. um 16 Uhr Auszüge aus Gewissensbisse : ethische Probleme der Informatik ; Biometrie – Datenschutz – geistiges Eigentum.

Beim täglichen Umgang mit digitalen Technologien stellen wir uns nur selten die Frage,wie durch unser Handeln Dritte betroffen sein könnten.
Dieses Buch setzt sich mit aktuellen Problemen der Verantwortung in der digitalen Welt auseinander. Es versammelt deutschsprachige Fälle zu ethischen Fragen der Informatik und liefert mit der Darstellung glaubhafter Konflikte aus den Bereichen Datenschutz, Biometrie oder geistiges Eigentum Anstöße, die zum Weiterdenken anregen.
Ein wertvoller Beitrag zur Auseinandersetzung mit Informatik und Ethik in Lehre und Gesellschaft.

Weiter lesen „Autorenlesung in der Informatik-Bibliothek: Gewissensbisse: Ethische Probleme der Informatik (18.11.)“

Farbkopierer in Medienwerkstatt

9. November 2010
von MJGT — abgelegt in: Aktuelles — 2.537 Aufrufe

Farbkopierer in Medienwerkstatt In der Medienwerkstatt steht ab sofort ein neuer Farbkopierer zur Nutzung bereit, mit dem Sie nicht nur vor Ort farbige oder schwarz-weiße Kopien erstellen können, sondern den Sie auch für Ihre Drucke verwenden können. Zum Drucken wählen Sie „Stabi-Medienwerkstatt“ aus. Die Drucke können während der Öffnungszeiten der Medienwerkstatt (Mo – Fr: 10 – 18 Uhr) abgeholt werden.

Das neue Multifunktionsgerät ist mit der normalen CopyCard benutzbar. Die Preise für die Kopien und Ausdrucke sind:

DIN-A4: s/w 5 ct – farbig 25 ct
DIN-A3: s/w 10ct – farbig 50 ct

Campus-Katalog nun auch mit Zitierlinks

8. November 2010
von MJGT — abgelegt in: Tipps und Tricks — 17.301 Aufrufe

Kennen Sie das Problem, dass Sie einzelne Links aus unserem Campus-Katalog nicht weitergeben oder für sich abspeichern können, da der jeweils in der Adresszeile Ihres Browsers angezeigte URL Ihrer Recherchen nur temporär ist? Wir haben für dieses Problem nun eine Lösung gefunden:

Zitierlink Jede Ressource, die Sie in unserem Opac finden, hat eine PPN (Pica-Produktions-Nummer). Diese PPN wird immer im Titeldatensatz ganz oben angezeigt. Direkt neben dieser PPN finden Sie ab sofort oben rechts immer eine kleine blaue Grafik „Zitierlink“:

Zitierlink

Ein Klick auf die blaue Grafik verwandelt die temporäre Adresse in eine feste, sich nicht mehr verändernde. Ein Beispiel für solch einen Zitierlink, der auf den Titel aus obigem Screenshot verweist, sieht so aus:

https://kataloge.uni-hamburg.de/DB=1/PPNSET?PPN=635991950

Diese Adresse können Sie ab sofort per copy and paste aus der Adresszeile Ihrer Recherchen kopieren oder durch Klick mit der rechten Maustaste auf die Grafik „Zitierlink“ und durch anschließende Auswahl aus dem Kontextmenü „Link-Adresse kopieren“ übernehmen.

Stabi stellt Riesenfundus an Hamburger Adressbüchern ins Netz

5. November 2010
von MG — abgelegt in: Hamburg — 18.510 Aufrufe

Update 12.11.10: Der Zugriff auf die Adressbücher läuft jetzt optimal.

Update: Aufgrund des großen Interesses treten momentan noch Startschwierigkeiten auf, die in Kürze behoben sein werden.

Urgroßvaters Adresse, Omas Hutgeschäft mit Telefonnummer und Bankkonto, Straßenbahnfahrpläne, die Sozialstruktur von Straßen und Quartieren Sitzpläne der Theater: Hamburgs Adressbücher stellen einen ganzen Kosmos von ortsbezogenen Daten dar, der – bisher verborgen in den langsam zerfallenden Papierausgaben – nun als digitales Angebot recherchierbar ist. Journalisten finden zielgenau und schnell dringend benötigte Daten, Familienforscher können ihre Stammbäume mit Adressen und Umfeld ihrer Ahnen versehen, Historiker und Sozialwissenschaftler finden gesichertes Quellenmaterial.

Am 5. November ist es soweit, die wertvollen Quellen werden freigeschaltet: Von den Vorläufern 1698 bis zum Jahr 1903 (sowie exemplarisch das Jahr 1926) sind alle Hamburgischen Adressbücher inclusive Altona und Vororte sowie die Fernsprechbücher digital erfasst und auf verschiedene Weise durchsuchbar, alphabetisch nach Personen, Straßen, Branchen sowie thematisch nach Behörden, Verkehr und Werbung.

Dafür suchte der Bereich Landesbibliothek der Stabi bundesweit alle Teile der Adressbücher zusammen (bedenken Sie: der Stabi-Bestand war 1943 zerstört!), diese wurden verfilmt und dann digital aufbereitet: 250 Bände! In diesem und im kommenden Jahr werden die Teile bis zum Jahr 1975 freigeschaltet werden, dann werden 980 Bände mit rund 550.000 Seiten im Netz stehen, eine Quelle für die Stadt von immensem Wert!

Hamburger Adressbuch von 1712

Hamburger Adressbuch von 1712

Hamburger Adressbuch von 1903

Hamburger Adressbuch von 1903

Stabi: Ausleihzentrum + Auskunft später geöffnet (17.11.)

4. November 2010
von ST — abgelegt in: Aktuelles — 3.676 Aufrufe

Wegen einer Mitarbeiterversammlung können Teilbereiche am Mittwoch, 17. November 2010, erst verspätet geöffnet, bzw. besetzt werden:

  • Ausleihzentrum ab 11 Uhr
  • Lesesaal-Auskunft ab 10 Uhr
  • Bibliothekarische Auskunft (Informationszentrum) ab 10 Uhr

Die Bibliothek öffnet wie gewohnt um 9 Uhr.

Wartungsarbeiten am E-Medien-Server (06.11.)

4. November 2010
von ST — abgelegt in: Aktuelles — 1.485 Aufrufe

Am Sonnabend, 6.November 2010 werden wir ab 8 Uhr dringende Wartungsarbeiten an unserem E-Medien-Zugangsserver durchführen. Wir rechnen damit, dass der Zugang zu unserem E-Medien-Angebot ca. 2 Stunden lang nicht möglich sein wird.

Der Ausfall betrifft Internet-Datenbanken, E-Zeitschriften sowie zahlreiche E-Book-Angebote, die über unseren Zugangsserver zugänglich gemacht werden. Die CD-ROM-Datenbanken sind von der Server-Wartung nicht betroffen.

Preisgekrönte Doku «How to Make a Book with Steidl» auf 3sat

4. November 2010
von MJGT — abgelegt in: Aktuelles — 4.703 Aufrufe

Heute Abend lohnt es sich einen preisgekrönten Film auf 3sat zu sehen: Um 22:25 Uhr läuft in Erstausstrahlung der Dokumentarfilm How to Make a Book with Steidl.

Gerhard Steidl in seiner Göttinger Druckerei

Kino-Zeit schreibt über den auf dem Internationalen Festival für Dokumentar- und Animationsfilm in Leipzig 2010 zu recht mit der Goldenen Taube ausgezeichneten Film:

Dem eingespielten Filmemacher-Team Adolph und Wetzel gelingt es mit ihrer rein beobachtenden Herangehensweise (mit der Adolph schon 2005 in Houwelandt – Ein Roman entsteht einen Blick hinter die Kulissen des Buch-Business warf) – keine Wiederholungen für die Kamera, keinerlei Regie-Anweisungen, keine von ihnen geführten Interviews – den umtriebigen Verleger und seinen hektischen Arbeitsalltag authentisch und unaufgeregt einzufangen. Sie lassen sich durch Steidls atemberaubendes Tempo nicht verrückt machen, für den 20 Begegnungen in vier Tagen zwischen Göttingen, Paris, L.A. und Nova Scotia durchaus machbar und fast Standard sind. Denn der Mann, der Beuys als seine Schule bezeichnet, pendelt heute selbstverständlich wie ein Zeitreisender zwischen der artifiziellen Modewelt seines Stammkunden Karl Lagerfeld in Paris und der ländlichen Ruhe der aus der Zeit gefallenen Idylle, in die sich Robert Frank zurückgezogen hat. Dazwischen findet er auch noch etwas Zeit, um Günther Grass unter seinen strengen Augen ein neues Umschlagmotiv für die Blechtrommel entwerfen zu lassen.

und ich weiche nicht zurückVon 1964 bis 1975 lebte Helmut Frenz in Chile, wo er als evangelischer Pastor und Bischof tätig war. Die Ereignisse im Chile der 70er Jahre zwangen ihn, Stellung zu beziehen, und Helmut Frenz wurde zu einem gefragten Menschenrechtler seiner Zeit. Sein Einsatz für die Menschenrechte bringt ihm den Beinamen „der rote Bischof“ ein, obwohl sein Engagement kein kommunistisches, sondern ein ausschließlich christlich-humanitäres war. In seinem Buch erinnert er sich an die für die Armen goldenen 1000 Tage der Regierungszeit Dr. Salvador Allendes und an seinen Einsatz für die Verfolgten des Pinochetregimes, an seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter gegen Gewalt und Terror und auch daran, wie seine Kirche dem Druck der politischen Wirren nicht standhalten kann und zerbricht.
Helmut Frenz war von 1976 bis 1985 Generalsekretär von Amnesty International in der Bundesrepublik Deutschland. 1974 wurde er von den Vereinten Nationen mit der Nansenmedaille ausgezeichnet.
Ida Ehre Kulturverein in Kooperation mit der Staats- und Universitätsbibliothek.
Die Lesung findet am 18. November um 19 Uhr im Vortragsraum, 1. Etage statt. Der Eintritt ist frei.

Der kurze Zeitraum von 1848 bis 1868 gehört zu den bedeutendsten Abschnitten der schleswig-holsteinischen Geschichte, in dem sich fundamentale politische, wirtschaftliche und soziale Wandlungen vollzogen. Ihren archivalischen Niederschlag haben diese Prozesse in den Akten der verschiedenen Zentralbehörden gefunden. Seit einiger Zeit verbessert das Landesarchiv Schleswig-Holstein den Erschließungszustand dieser Bestände. Der Vortrag wird einen Überblick über diese wichtige Archivalien liefern und dabei besonders die Überlieferungslage zu den heute zu Hamburg gehörenden Gebieten vorstellen.
Prof. Dr. Rainer Hering leitet das Landesarchiv Schleswig-Holstein und lehrt Neuere Geschichte und Archivwissenschaft an der Universität Hamburg.
Dr. Jörg Rathjen ist als freiberuflicher Historiker im Archivbereich, in der Chronikarbeit und in der Erwachsenenbildung tätig.
Verein für Hamburgische Geschichte in Kooperation mit der Staats- und Universitätsbibliothek
Der Vortrag findet am 17. November um 18 Uhr im Vortragsraum, 1. Etage statt. Der Eintritt ist frei.