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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Die lange Suche nach Herrn Rabbiner Ochs

17. Januar 2012
von MJGT — abgelegt in: Aktuelles — 3.651 Aufrufe

Der Beginn der Suche nach den Eigentümern dieses Buches begann mit einem durch den „Ungültig-Stempel“ über dem Besitzvermerk nur schwer lesbaren Namen. Die erste Recherche nach einem Rabbiner Ochs lief ins Leere.

Stempel NSR A 1949/7294 Der Stempel des Eigentümers gab zum Glück weitere wichtige Hinweise – den Ort Gleiwitz und versteckt hinter dem „Ungültig-Stempel auch ein Dr. Die Suche führte also nach Gleiwitz und letztendlich zu Doktor Samuel Ochs, dem dieses Buch gehört hat. Die weitere Nachforschungen brachten dann eine Fülle von Informationen, sogar seine Doktorarbeit konnten wir im Bestand unserer Bibliothek finden (Signatur: Breslau D.Phil 200).

Samuel Ochs war vor 1933 ein angesehener jüdischer Gelehrter. Neben seiner Tätigkeit als Rabbiner in Gleiwitz unterrichtete er am Jüdisch-Theologischen Seminar in Breslau und er war Vorstandsmitglied des Oberschlesischen Museums in Gleiwitz.

Bis 1937 lehrte er weiter in Breslau. Während der Pogromnacht vom 9. November 1938 wurde er inhaftiert und kam in das KZ-Buchenwald, wo er schwer misshandelt wurde. Ein Zeitgenosse von Herrn Ochs hielt dies in seinen späteren Erinnerungen fest:

Hier in London habe ich Rabbiner Dr. Ochs aus Gleiwitz getroffen. Er ist ein gebrochener Mann und erzählt, dass eine Bewusstlosigkeit von vielen Stunden ihm zu wissen erspart hat, was in allzu schlimmen Buchenwald Stationen geschehen ist. … Daß er noch lebt, verdankt er einem jüdischen Leidensgenossen aus Gleiwitz, der den schwachen Mann wie ein Kind gehegt hat. „Wenn das, was ich gesehen habe, der liebe Gott vergisst…“ sagt er zu mir, und mit diesem Satz hat er ein gutes Leitmotiv für jeden gegeben, der vom Leben und Sterben in deutschen Konzentrationslagern berichtet.

Nach seiner Freilassung aus Buchenwald bemühte sich Samuel Ochs um die Ausreise aus Deutschland. Im April 1939 gelang ihm mit Vermittlung des Chief Rabbi in London die Ausreise nach Großbritannien, wo er in London als Rabbiner tätig sein konnte. Er starb 1942 im Alter von 58 Jahren an den Spätfolgen der in der KZ-Haft erlittenen Verletzungen.

Nach den ersten Erfolgen unserer Recherchen blieb die Suche nach den Erben längere Zeit ohne Ergebnis. Wir wussten inzwischen, dass Samuel Ochs zwei Kinder hatte, aber wir hatten keine weiteren Informationen über deren Verbleib. Mit Hilfe der Commission for Looted Art in Europe konnten wir schließlich die Enkelin des Rabbiners ausfindig machen, mit ihr in Kontakt treten und ihr das Buch ihres Großvaters, eine Festschrift für Abraham Berliner zurückgeben.

Weitere Informationen und unsere Ansprechpartner finden Sie auf der Projektseite NS-verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut in der Stabi.

Umweltschutz in Russland (2.2.)

16. Januar 2012
von MJGT — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 2.708 Aufrufe

Heinrich-Böll-Stiftung Umweltschutz in Russland – Stiefkind oder Wegbereiter einer aufstrebenden Zivilgesellschaft?

In Russlands Politik spielt Umweltschutz kaum eine Rolle. Entwicklungen hin zu einer klimaschonenden und ökologisch verträglichen Wirtschaft gibt es kaum. Auch in der Bevölkerung scheint Umweltschutz kein zentrales Thema zu sein – zumindest sind die Rahmenbedingungen für Mülltrennung oder Energieeinsparungen sehr schwierig. Auf der anderen Seite gibt es eine zunehmende Anzahl von Nichtregierungsorganisationen, die sich für einen nachhaltigeren Umgang mit der Umwelt einsetzen. In Blogs und social networks spielt das Thema eine immer größere Rolle.

Wird der Umweltschutz also wirklich nur stiefmütterlich behandelt? Oder sind ökologisch Aspekte möglicherweise sogar Wegbereiter bei der aktuellen Stärkung der Zivilgesellschaft? Was können die westlichen Staaten zu einem Umdenken und einem Umbau beitragen? Wir freuen uns auf eine rege Diskussion mit Ihnen nach den Eingangsstatements unserer beiden Referenten über diese und weitere Fragen – auch im Lichte der aktuellen Entwicklungen in Russland.

Referenten
Jens Siegert, Leiter des Russland-Büros der Heinrich-Böll-Stiftung, Moskau

Ralph Wollmann, Projektmanager im Beratungshilfeprogramm des Bundesumweltministeriums für den Umweltschutz in den Staaten Mittel- und Osteuropas, des Kaukasus und Zentralasiens, Umweltbundesamt Dessau-Roßlau

Moderation: Dr. Sabine Hain, Vorstand der Deutsch-Russischen Gesellschaft in Hamburg e.V.

Anmeldung bis zum 27. Januar 2012 unter info@drg-hamburg.org ist erwünscht, aber nicht zwingend erforderlich.

Veranstaltet von:
Deutsch-Russische Gesellschaft in Hamburg e.V., www.drghamburg.de
umdenken Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e.V., www.umdenken-boell.de

Donnerstag, 2. Februar 2012, 18.30 Uhr
Staats- und Universitätsbibliothek, Vortragssaal 1.OG

Ein Fall für die Psychologie: E-Books der Verlage Hogrefe und Huber

13. Januar 2012
von ME — abgelegt in: Aktuelles,E-Medien — 5.069 Aufrufe

Firmenlogo Verlag Hogrefe

PsychologInnen sind die Publikationen der Verlage Hogrefe und Huber ein fester Begriff. Vor allem Studierende wissen die Lehrbücher der beiden Verlage zu schätzen. Dies spiegelt sich auch in unserer Lehrbuchsammlung, in der zahlreiche Lehrbücher der beiden Häuser stehen. Dabei ist es uns nicht immer möglich, so viele Exemplare der einzelnen Bücher bereit zu halten, wie tatsächlich nachgefragt werden.

Firmenlogo Verlag Huber Um diese Engpässe zu umgehen, erwerben wir in vielen Fällen zusätzlich die E-Book-Ausgaben dieser Lehrbücher und mittlerweile hat sich hier auch schon einiges angesammelt. Schauen Sie sich selbst doch einfach mal unsere Übersicht im Campus-Katalog an.

Informationen darüber, was Sie bei der Nutzung der E-Books zu beachten haben, finden Sie auf unseren E-Book-Seiten.

Barrierefrei

12. Januar 2012
von MT — abgelegt in: Aktuelles — 1.922 Aufrufe

Die Website ‚Bibliothekssystem Universität Hamburg’ ist auf ihre Barrierefreiheit getestet und als ‚gut zugänglich’ eingestuft. Auf der Grundlage der Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung (BITV) hat das in Hamburg ansässige BIK-Projekt – Barrierefrei Informieren und Kommunizieren den BITV-Test durchgeführt, ein allgemein anerkanntes Prüfverfahren für die umfassende und zuverlässige Prüfung der Barrierefreiheit von Webangeboten in insgesamt 50 Prüfschritten. Begutachtet wurde der gesamte Webauftritt unter http://www.sub.uni-hamburg.de. Nicht in die Prüfung einbezogen wurden Seiten, in denen externe Dienste integriert sind. Der komplette Testbericht ist einsehbar über die Liste 90 plus des BIK-Projekts, das die als vorbildlich eingestuften Websites verzeichnet.

Stabi-Veranstaltungsflyer Februar

11. Januar 2012
von MJGT — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 1.763 Aufrufe

Flyer Februar 2012

Den Überblick über das umfassende Veranstaltungsprogramm der Stabi behalten Sie am besten in unserem monatlich erscheinenden Flyer. Darin präsentieren wir Ihnen die anstehenden Vorträge, Konzerte, Lesungen und Ausstellungen. Als gedrucktes Exemplar liegt er im Foyer der Stabi aus und wird an vielen Stellen in der Stadt verteilt. Sie können den Flyer auch bequem auf Ihren Rechner laden. Die neueste Ausgabe mit dem Programm für den kommenden Monat Februar ist jetzt da: Flyer Februar 2012 (PDF, 5,6 MB).

Schauen Sie doch mal rein, ob aus dem Veranstaltungsangebot nicht etwas dabei ist, was Sie interessiert und das Sie vielleicht schon jetzt in Ihrem Kalender vormerken möchten. Wie immer gibt es alle Informationen auch fortlaufend hier im Blog, auf Facebook und auf Twitter.

Zusatztermin Citavi-Einführung

11. Januar 2012
von ME — abgelegt in: Aktuelles — 2.104 Aufrufe

Aufgrund der großen Nachfrage bieten wir am Dienstag, den 14. Februar von 16-18 Uhr s.t. in Raum 305 des RRZ in der Schlüterstraße einen Zusatztermin für den Citavi-Einführungskurs an. Wenn Sie daran teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte über unser Anmeldeformular an.

[Update 20.1.2012: Der Kurs ist ausgebucht. Die neuen Termine fürs SoSe 2012 werden wir im März an dieser Stelle bekannt geben.]

Weitere Informationen zum Einsatz der Literaturverwaltungssoftware Citavi an der Uni Hamburg finden Sie auf unseren Infoseiten.

Aus den Sondersammlungen: Exponat des Monats Januar:
Der Atlas des Claudius Ptolemaeus in der Ulmer Ausgabe von 1482

Exponat des Monats: Der Atlas des Claudius Ptolemaeus

Als Exponat des Monats Januar 2012 wird der älteste Atlas aus dem Besitz der Staatsbibliothek vorgestellt. Es handelt sich dabei um die erste nördlich der Alpen gedruckte Edition der „Cosmographia“ von Claudius Ptolemaeus, entstanden 1482 in der Werkstatt von Lienhart Holl in Ulm. Der seinerzeit berühmte Kartograph Nicolaus Germanus schuf die Vorlagen für die 32 von Johannes aus Armsheim in Holz geschnittenen Karten. In der auf Pergament mit lateinischem Text gedruckten Inkunabel finden sich neben den ptolemäischen auch fünf moderne Karten.

Der Astronom, Mathematiker und Geograph Claudius Ptolemaeus aus Alexandria verfasste im zweiten Jahrhundert ein kurz gefasstes Traktat zur mathematischen Geographie, das neben einer Projektionslehre auch die Namen und die Koordinaten von 8.000 Orten der damals bekannten Welt enthielt. Mit Hilfe seiner Positionsangaben hätte man jederzeit Landkarten zeichnen können; ob Ptolemaeus selbst es aber getan hat oder nicht, bleibt bis heute ein Rätsel, das die Wissenschaftler entzweit.

Exponat des Monats: Der Atlas des Claudius Ptolemaeus Lange Zeit verschollen, tauchte Ptolemaeus‘ „Geographia“ um 1400 in Italien auf, wurde um 1409 unter dem Titel „Cosmographia“ von Jacobus Angelus de Scarperia aus dem Griechischen ins Lateinische übersetzt und zunächst in zahlreichen Abschriften und danach Drucken – mit und ohne Landkarten – in ganz Europa verbreitet.

Gabriele Urban aus der Kartensammlung der Staatsbibliothek stellt das Exponat vor: Ptolemaeus, Claudius: Cosmographia. Aus dem Griechischen übersetzt von Jacobus Angelus de Scarperia. Mit Holzschnittkarten von Johannes aus Armsheim nach Vorlagen von Nicolaus Germanus. Ulm: Lienhart Holl, 1482. Signatur: Scrin 30b

Sondersammlungen: Exponat des Monats Mittwoch, 18. Januar 2011, 16.15 Uhr
Ort: Handschriftenlesesaal, 1. Etage, Eingang Lesesaal 1.

Die Sondersammlungen präsentieren immer am dritten Mittwoch des Monats ein originales Sammlungsstück im Handschriftenlesesaal. Auf der Stabi-Website werden sie in einer stetig wachsenden Online-Ausstellung präsentiert. Das aktuelle Exponat des Monats Januar finden Sie hier ausführlich beschrieben:
Der Atlas des Claudius Ptolemaeus in der Ulmer Ausgabe von 1482.

Die schicken Stabi-Schirme sind da!

10. Januar 2012
von MJGT — abgelegt in: Aktuelles — 3.832 Aufrufe

Stabi-Schirme

Stabi-Schirme Statt Schnee und zugefrorener Alster bietet der diesjährige Winter in Hamburg bisher nur frühlingshafte Temperaturen und Schmuddelwetter. Wir haben uns darauf eingestellt und führen jetzt auch Regenschirme mit dem Logo der Staatsbibliothek im Bibliotheksshop.

Wie auch die Postkarten, Buchohrringe und Notizbücher sind die roten Regenschirme ab sofort über das Café Libretto zum Preis von 9.- Euro zu erwerben.

Sonst sieht es ja auf unseren Schließfächern in der „Regenzeit“ immer so aus. Dort könnten also in Zukunft vermehrt rote Schirme auftauchen.

Buchpräsentation: Die Preußin auf dem Zarenthron (24.1.)

9. Januar 2012
von MJGT — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 4.208 Aufrufe

Die Preußin auf dem Zarenthron Buchpräsentation zum Auftakt des Preußenjahres: „…der reinen Schönheit Genius“. Die Preußin auf dem Zarenthron – Alexandra, Kaiserin von Russland.

Die Hamburger Journalistin und Osteuropa-Historikerin Marianna Butenschön erzählt die spannende Lebensgeschichte der Kaiserin Alexandra, geb. Charlotte von Preußen, die Königin Luises älteste Tochter und eine Urgroßnichte des Alten Fritz war. Ihre Ehe mit Nikolaus von Russland, die 1817 zur Festigung der preußisch-russischen Allianz geschlossen wurde, war fast 40 Jahre ausgesprochen glücklich. Auch auf dem Zarenthron blieb Charlotte, eine der schönsten Frauen ihrer Zeit, eine „gute Berlinerin“. Sie hatte viel mehr politischen und gesellschaftlichen Einfluss, als bisher angenommen. Die Hamburger Schauspieler Ingeborg Kalweit und Peter Weis lesen aus den Briefen der handelnden Personen.

Informationen zum Buch:

Eine Veranstaltung des Piper Verlags, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde und der
Heinrich-Heine-Buchhandlung
Dienstag, 24. Januar 2012, 18 Uhr 30
Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei.

Citavi und Firefox komplett auf dem USB-Stick

9. Januar 2012
von ME — abgelegt in: Tipps und Tricks — 7.547 Aufrufe

Firmenlogo CitaviWenn Sie auch das Problem kennen, an einem Rechner zu sitzen, an dem Sie gerne mit der Literaturverwaltungssoftware Citavi arbeiten möchten, diese aber nicht installiert ist, bietet Citavi Windows-Nutzern die hervorragende Möglichkeit, das komplette Programm von einem USB-Stick aus zu nutzen.

Der Hersteller hat nun Citavi zusammen mit dem Firefox-Browser (Version 9) und dem Citavi-Picker in ein ZIP-Archiv gepackt und bietet dieses zum  Download (Link-Update am 15.4.2013) an. Wenn Sie die Datei herunterladen und auf einem leeren USB-Stick entpacken, können Sie zukünftig sowohl Citavi als auch Firefox als vollfunktionsfähige Anwendungen rechnerunabhängig nutzen.

Update 15.4.2013: Nähere Informationen finden Sie auch im Citavi Handbuch Installation auf einem USB-Stick und in der Anleitung «Mobiles Arbeiten mit Citavi auf USB-Sticks» (PDF, 17 S.) von Peter Bonekämper (Ende Update 15.4.2013).

Wenn Sie mehr erfahren möchten  zu Citavi an der Universität Hamburg, schauen Sie einfach auf unserer Infoseite nach.

Viel Spaß damit!