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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Joseph, der Amerikaner (25.4.)

3. April 2017
von MJGT — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 389 Aufrufe  

Max Liebermann, Porträt von Thomas Mann, 1925. © die LÜBECKER MUSEEN „Joseph, der Amerikaner“ – Vortrag von Prof. Dr. Hans Rudolf Vaget (Smith College, Northampton).

Als Thomas Mann 1940 beginnt, den letzten Band von „Joseph und seine Brüder“ zu schreiben, lebt er seit zwei Jahren im amerikanischen Exil. Tausende Kilometer von der Heimat entfernt vollendet er seine monumentale Neu-Erzählung der biblischen Geschichte – zunächst in Princeton an der Ostküste, dann in Kalifornien.

Wie sehr ihn beim Schreiben das neue Leben in Amerika prägt, zeichnet der Germanist Hans Rudolf Vaget in seinem Vortrag nach: Manns amerikanische Gönnerin Agnes Meyer – unverzichtbar und ihm doch oft lästig – spiegelt sich etwa in der biblischen Tamar wider, dieihren Ehemännern den Tod bringt. Und die Hauptfigur Joseph trägt Züge von Präsident Roosevelt, den Mann wegen seiner konsequenten Gegnerschaft zum NS-Regime sehr verehrt.

Prof. Dr. Hans Rudolf Vaget (Smith College, Northampton) Hans Rudolf Vaget ist einer der renommiertesten Thomas Mann-Forscher weltweit und lebt seit Jahrzehnten in den USA. Manns Exilzeit dort hat er bereits in seinem Buch „Thomas Mann, der Amerikaner“ ausführlich untersucht; im Mai 2017 erscheint von ihm der Band „Wehvolles Erbe. Richard Wagner in Deutschland“.

Eine Veranstaltung der Thomas Mann-Gesellschaft Hamburg e.V.

Dienstag, 25. April 2017, 19 Uhr
Ort: Vortragsraum, 1. Etage. Eintritt frei.

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