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Ich heisse Stella!

31

August

2006

Lessing – Veranstaltungsreihe

von MG — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen — 5.737 Aufrufe —  

Anlässlich der Ausstellung “Nathans Ende oder der Schlaf der Vernunft” finden jeweils donnerstags um 19 Uhr im Vortragsraum der Staats- und Universitätsbibliothek (1. Stock) Lesungen, Rezitationen und Vorträge statt.

Do., 14.9.2006, 19 Uhr
Lesung
Katinka Springborn und Michael Dolata lesen aus dem Briefwechsel von Gotthold E. Lessing und Eva König.

Do., 28.9.2006, 19 Uhr
Lessings “Nathan” in der bildenden Kunst
Vortrag mit Bildern von Birka Siwczyk, Arbeitsstelle für Lessing-Rezeption Kamenz.

Der Vortrag von Birka Siwczyk, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Arbeitsstelle für Lessing-Rezeption in Kamenz, geht der Rezeption Lessings in der bildenden Kunst nach.

“Je mehr wir sehen, desto mehr müssen wir hinzu denken können” (Lessing). – Da Lessings “Nathan” zu den meistdiskutierten Dichtungen des 18. Jahrhunderts gehört, ist es nicht verwunderlich, dass der Stoff bereits kurz nach Erscheinen des Dramas auch die Aufmerksamkeit der Künstlerschaft erregte. Das Thema “Nathan der Weise” wird bis heute immer wieder aufs Neue bildkünstlerisch umgesetzt. In dem Vortrag wird ein Abriss dieser Rezeption gegeben, angefangen vom 18. Jahrhundert bis in die jüngste Vergangenheit. Sie erläutert, wie es gelingt, den “fruchtbaren Augenblick”, den Lessing in seiner theoretischen Schrift “Laokoon oder Über die Grenzen der Malerei und Poesie” beschreibt, einzufangen. Dabei spielen Kunstwerke aus verschiedenen Gattungen eine Rolle.

Do., 5.10.2006, 19 Uhr
Lessings Nathan
Vortrag und Rezitation des Schauspielers und Regisseurs Heinz A.E. Schröter

Mit Gotthold Ephraim Lessing begann die große deutsche Dichtung. Zugleich war Lessing der bedeutende Aufklärer, der gegen den orthodoxen Pfarrer der Katharinenkirche Melchior Goeze zu Felde zog, woraufhin dem Dichter von seinem Landesfürsten die Zensurfreiheit entzogen wurde. Lessing parierte und schrieb “Nathan der Weise”, eines der weltweit am häufigsten aufgeführten Stücke. Und wie war damals das literarische Umfeld? Was sagt der Toleranzgedanke jenes Nathan uns Heutigen?

Do., 12.10.2006, 19 Uhr
Lessing auf den Bühnen des “Dritten Reiches”
Vortrag von Matthias Hanke, Arbeitsstelle für Lessing-Rezeption Kamenz.

Der wissenschaftliche Mitarbeiter der Arbeitsstelle für Lessing-Rezeption am Lessing-Museum Kamenz, Matthias Hanke, hat sich dieses Themas besonders angenommen. Einleiten wird den Abend Rolf Appüel, der Ehrenvorsitzende der Lessing-Gesellschaft, der eigene Erfahrungen zu dem Thema einbringt.

Das Werk Lessings war in der Zeit des “Dritten Reiches” einer selektiven Wahrnehmung und einer einseitgen Aneignung ausgesetzt. Das traf in besonderem Maße auf das Theater zu, das anhand ausgewählter Inszenierungen in den Mittelpunkt des Vortrags gerückt wird.

Aufführungen wie beispielsweise die der “EmiliaGalotti” unter der Regie von Gustaf Gründgens 1937 täuschten mit darüber hinweg, dass z.B. “Nathan der Weise” von den deutschen Bühnen verbannt blieb. Bevorzugt wurden u.a. Inszenierungen des Lustspiels “Minna von Barnhelm”. Viele Regisseuere sahen gerade bei diesem Stück vor dem Hintergrund des Siebenjährigen Krieges eine Möglichkeit, Lessings Absichten zu verfälschen und ihn im Sinne der nationalsozialistischen Ideologie zu vereinnahmen.

Do., 26.10.2006, 19 Uhr
Der heitere Lessing
Fabeln und humorvolle Gedichte, vorgetragen von Georg Hübner und Kurt Römer.

Der heitere Lessing wird die Zuhörer zum Schmunzeln bringen, und ein in dieser Art eher unbekannter Dichter tritt vor das Publikum. Wer die beiden in ihrer Vortragskunst geschätzten Gestalter dieses ungewöhnlichen Lessing-Abends, Georg Hübner und Kurt Römer, noch nicht gehört hat, der sollte sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen.

Die Veranstaltungen finden statt in Kooperation zwischen der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg, der Arbeitsstelle für Lessing-Rezeption Kamenz sowie der Lessing Gesellschaft e.V., Sitz Hamburg.

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