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Hamburg 1883 | 2016: Der nördliche Grasbrook damals und heute, Teil 5

20. Oktober 2016
von HS — abgelegt in: Aktuelles,Hamburg,Schätze der Stabi — 940 Aufrufe

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1883 erhielt der Fotograf Georg Koppmann von der Stadt Hamburg den Auftrag, die Wohngebiete, die durch den Bau der Speicherstadt abgerissen werden sollten, zu fotografieren. Von diesen Aufnahmen befinden sich 36 Bilder in der Sammlung „Hamburg 1883. Aufnahmen der niederzulegenden Stadttheile“, die kürzlich von der Stabi digitalisiert wurde und komplett für Sie downloadbar ist.

Aus diesem Anlass präsentieren wir die Ansichten in der sechsteiligen Blog-Serie „Hamburg 1883 | 2016: Der nördliche Grasbrook damals und heute“. Die sechs Bilder des heutigen fünften Teils zeigen daraus größtenteils Motive in der Nähe der heutigen Kibbelstegbrücke. Wir haben den historischen Fotos als visuelle Anhaltspunkte jeweils zeitgenössische Aufnahmen vom – wo es möglich war – gleichen Standort aufgenommen gegenübergestellt. Zusätzlich werden kurze Anmerkungen die Bilder in Beziehung setzen.

Als Orientierungshilfe für die historischen Aufnahmen steht Ihnen darüber hinaus ein Ausschnitt eines amtlichen Hamburger Stadtplans von 1868 (Signatur: Kt H 180: 1,1868  Gesamtdownload) zur Verfügung.1

Alle bereits erschienenen Artikel dieser Blog-Serie können Sie hier aufrufen. Durch einen Klick auf die Bilder erhalten Sie jeweils eine größere Ansicht.

Der letzte Artikel aus dieser Serie erscheint am 27.10.2016.

 

Bild 25: Pickhuben vom Brook aus gesehen

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Beide Fotos zeigen den „Pickhuben“ von der Straße „Brook“ aus. Es ist der Standort, wo heute etwa „Brook“, „Pickhuben“ und Kibbelstegbrücke aufeinandertreffen. Der historische „Pickhuben“ verlief allerdings etwas nördlich des heutigen, etwa auf dem Gebiet der nördlichen Gebäudezeile.

 

Bild 26: Mührenfleth östlich vom Wasserbaum bei Spenshörn

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Der Blick in den Mührenfleth ist ungefähr vom Standort der heutigen Kibbelstegbrücke Richtung Osten in den Fleet gerichtet. Im Hintergrund sieht man den Übergang in das Dovenfleet. Heute sind beide Fleete der Zollkanal. Die Straße „Spenshörn“ existiert nicht mehr (siehe auch Bild 10).

 

Bild 27: Holländische Reihe No. 21

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Die „Holländische Reihe“ (siehe auch Bild 9) endete an ihrem Westende etwa dort, wo heute der „Neue Wandrahm“ von Westen beginnt. Als Reminiszenz wurde dort ein Eingang der Hamburg Port Authority fotografiert. Die No. 21 befand sich tatsächlich auch am westlichen Ende der „Holländischen Reihe“, es war das vorletzte Haus vor der Mündung in den „Kannengießerort.“

 

Bild 28: Hintere Ansicht des Alten Wandrahms

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Von der Wandrahmsbrücke/dem Wandrahmssteg aufgenommen zeigen die Bilder das damalige wie das heutige nördliche Ufer der Wandrahmsinsel.

 

Bild 29: Lauenburg’s Speicher von den Mühren aus gesehen

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Lauenburg’s Speicher – das hohe Gebäude in der Mitte des Fotos nach seinem Eigentümer J.D. Lauenburg benannt – befand sich am Spenshörn, in etwa dort, wo heute der „Brook“ und der Zollkanal nördlich vom Sandthorquaihof verlaufen. Durch die Verbreiterung des Mührenfleths zum Zollkanal wurde ein großer Teil der Uferbebauung der Kehrwiederinsel und damit auch der Standort des Speichers abgetragen.

 

Bild 30: Mührenfleth von der Kleinen Jungfernstiegs-Fahrbrücke aus gesehen

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Die Jungfernstiegs-Fahrbrücke, heute Jungfernbrücke, befindet sich noch an der gleichen Stelle wie 1883. Von ihr aus Richtung Westen aufs Wasser geblickt entstanden die beiden Fotos.

 

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1 Der Stadtplan von 1868 ist von den bereits von der Stabi digitalisierten Stadtplänen vor 1883 der detailreichste amtliche für die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts. Alle wesentlichen Gegebenheiten, die auf den Fotos von Georg Koppmann zu sehen sind, spiegelt er trotz des 15 Jahre früheren Erscheinens wieder

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