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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Webportal Kriegssammlungen in Deutschland 1914-1918

17. Februar 2014
von UH — abgelegt in: Aktuelles,Hamburg — 2.333 Aufrufe

Feldpostkarte Daheim

Feldpostkarte ‚Daheim‘. Collage mit kolorierten Fotografien. Künstler unbekannt. Versandt von einem Soldaten der 3. Kompagnie des 2. Ersatz-Bataillons des Kgl. Sächsischen Landwehr-Grenadier-Regiments Nr. 100 in Posen am 20.12.1915.
Foto: Badische Landesbibliothek, Karlsruhe
H x B: 13,9 x 8,8 cm

Das Webportal Kriegssammlungen in Deutschland 1914-1918 weist 235 Sammlungen des Ersten Weltkriegs und die ihnen bis heute verbliebenen Sammlungsmaterialien nach, darunter 13 Hamburger Sammlungen, die teilweise noch bestehen.

Zwischen 1914 und 1918 legten Bibliotheken, Archive, Museen, Behörden und Privatpersonen überall im Deutschen Reich Kriegssammlungen an, in denen der Erste Weltkrieg als „große Zeitenwende“ akribisch dokumentiert wurde. Der Krieg wurde umfassend archiviert, noch während er stattfand. Denn die Zeitgenossen sahen sich an einem weltgeschichtlich einschneidenden Ereignis teilhaben, das den Alltag jedes Einzelnen ebenso tiefgreifend prägte wie die Existenz der Nation als Gesamtheit; für dessen spätere Bewertung würde das Tagesschrifttum von größter Wichtigkeit sein. Und allen war klar, dass dies der erste Medienkrieg der Geschichte war. Nie zuvor hatte die Publizistik eine vergleichbare Rolle gespielt, die Propaganda so entscheidenden Einfluss gehabt.

Notgeld der Haupt- und Residenzstadt Karlsruhe: Zwanzig-Mark-Schein Nr. 362630

Notgeld der Haupt- und Residenzstadt Karlsruhe: Zwanzig-Mark-Schein Nr. 362630. Um dem Mangel an Zahlungsmitteln zu begegnen, lässt die Stadt Karlsruhe im Oktober 1918 Fünf- und Zwanzigmarkscheine im Gesamtwert von fünf Millionen Mark drucken.
Foto: Badische Landesbibliothek, Karlsruhe
H x B: 8,5 x 13 cm

Der Sammeleifer bezog sich auf Schützengrabenzeitungen aus Frontgebieten, auf Drucksachen aus Lazaretten und Gefangenenlagern, auf Zeitungen der besetzten Gebiete und Quellenmaterial der Kriegsgegner. Gesammelt wurden Landkarten, Maueranschläge und Fliegerabwürfe, Fotos, Feldpostbriefe und Soldatentagebücher. Material der Kriegswirtschaft wie Notgeld, Lebensmittelkarten und Kriegsersatzstoffe wurde aufgehoben, aber auch Gegenstände mit Andenkencharakter wurden zusammengetragen wie Vivatbänder, Postkarten, Gedenkmünzen und Porzellangegenstände mit Kriegsmotiven.

Aufgrund ihres universalen Sammelanspruchs haben sich die damaligen wissenschaftlichen Landes- und Stadtbibliotheken in der Kriegssammelbewegung besonders engagiert. Heute in der Arbeitsgemeinschaft der Regionalbibliotheken des Deutschen Bibliotheksverbandes organisiert, haben sie das Webportal unter Federführung der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe erarbeitet, um das überlieferte Sammlungsmaterial zum Jahrhundertgedenken spartenübergreifend vernetzt zugänglich zu machen. Aus den vielfältigen Informationen lässt sich manch Aufschluss für die Mentalitäts- und Alltagsgeschichte des Ersten Weltkriegs gewinnen.

Das Projekt wird in diesem Flyer (PDF) vorgestellt. Zugang: www.kriegssammlungen.de
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Hamburger Adressbücher - hier: Ausgabe von 1903 Die Hamburger Adressbücher erfreuen sich anhaltend großer Beliebtheit. Über 5.000 Nutzerinnen und Nutzer schlagen jeden Monat in der digitalen Version der Hamburger Adressbücher nach. Alleine in diesem Jahr wurden so schon fast 1 Million Seitenaufrufe erzeugt. Seit wir Ihnen das umfangreiche Digitalisierungsprojekt vor knapp zwei Jahren im Artikel «Stabi stellt Riesenfundus an Hamburger Adressbüchern ins Netz» mit diesen Worten präsentierten, ist es eine gut und gern genutzte Quelle:

Urgroßvaters Adresse, Omas Hutgeschäft mit Telefonnummer und Bankkonto, Straßenbahnfahrpläne, die Sozialstruktur von Straßen und Quartieren Sitzpläne der Theater: Hamburgs Adressbücher stellen einen ganzen Kosmos von ortsbezogenen Daten dar, der – bisher verborgen in den langsam zerfallenden Papierausgaben – nun als digitales Angebot recherchierbar ist. Journalisten finden zielgenau und schnell dringend benötigte Daten, Familienforscher können ihre Stammbäume mit Adressen und Umfeld ihrer Ahnen versehen, Historiker und Sozialwissenschaftler finden gesichertes Quellenmaterial.

Auch im Rahmen der Reihe Expo des Monats haben wir Ihnen zwischenzeitlich «Das erste Hamburger Adressbuch 1787» live vor Ort und in einer virtuellen Ausstellung vorgestellt.

Und das Beste: das Angebot erweitert sich noch:

Telefonbucheintrag im Detail Zu den bisher 340 Jahrgängen Hamburger, Altonaer und weiterer Adressbücher der Region ist mittlerweile eine lange Reihe historischer Telefonbücher hinzugekommen. Für die Jahre 1895-1938 sind (mit nur drei kleinen Lücken) jährlich mindestens eines, oft zwei Halbjahresverzeichnisse „der Theilnehmer an der Stadt-Fernsprecheinrichtung in Hamburg“ im Netz. (Weitere werden folgen.) Hier sehen Sie zum Beispiel eine von der Kaiserlichen Ober-Postdirection in Hamburg veröffentlichte Ausgabe von 1895.

Anweisung zur Benutzung der Fernsprecher

Ihr wachsender Umfang zeigt an, wie rasch sich das neue Medium verbreitete – und über die Wohnsitz- und Berufsangaben lässt sich der Weg sehr gut verfolgen, den die Innovation Fernsprecher in die Hamburger Gesellschaft hinein genommen hat. Und wer die damalige Technik des Telefonierens näher kennenlernen möchte, findet am Anfang der Telefonbücher über mehrere Jahrzehnte hin ausführliche Gebrauchsanweisungen.

Zur gefälligen Beachtung

Die Adressbücher finden heute auch in der FAZ (30.10.2012, Politik S. 3) Erwähnung, und zwar im Artikel «Der diskrete Charme der Bibliotheken» von Frank Pergande:

Digitalisierung ist heute vor allem eine Aufgabe, vor der die wissenschaftlichen Bibliotheken stehen. Die Universitätsbibliothek in Hamburg hat dafür eine eigene Abteilung geschaffen und teure Geräte gekauft. Digitalisiert werden zunächst einmal Nachlässe, Karten und besonders wertvolle Bücher sowie alles, was Hamburg anbelangt, vor allem die Adressbücher und historische Zeitungen.

Schauen Sie sich die Hamburger Adressbücher mit der oben vorgestellten Erweiterung um die historischen Telefonsprechbücher doch einmal an.

Der Hamburg-Lesesaal präsentiert in einer kleinen Ausstellung aus aktuellem Anlaß Blicke auf Geschichte und Gegenwart dieses kleinen Hamburger Stadtteils – einst feuchtes, morastiges Weideland, dann Standort des ersten Hamburger Gaswerks und etlicher Werften, Hafenausbaugebiet, Güterumschlagplatz, und in letzter Zeit mit dem Strukturwandel der Hafenwirtschaft immer wieder Projektionsfläche von Zukunftsentwürfen der Stadtplaner …

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Wenn Sie in der Diskussion um einen möglichen Umzug der Universität Bilder vom Grasbrook vor Augen haben wollen, schauen Sie doch gern einmal im Hamburg-Lesesaal vorbei.

Das Mikrofilmarchiv (MFA) veranlasst die Sicherung vor allem von Tageszeitungen durch Mikroverfilmung und bietet den Kauf von Arbeitskopien dieser Mikrofilme an. Das MFA fungiert gleichsam als Clearingstelle für alle Einrichtungen, die Zeitungen oder Zeitschriften verfilmen lassen. Es gibt seit 1999 jährlich die „Zeitungs-Mikrofilm-Nachrichten“ (Stabi: y/12229) heraus. Die Geschäftsstelle des MFA ist im Dortmunder Institut für Zeitungsforschung angesiedelt.
Der gemeinnützige Verein – gegründet in Hamburg 1965 – hat gegenwärtig mehr als 60 institutionelle Mitglieder, darunter das Bundesarchiv, die Deutsche Nationalbibliothek, zahlreiche wissenschaftliche Universal- und Spezialbibliotheken, kommunale Archive und Bibliotheken sowie Presseverlage. Der Gesamtbestand der in Deutschland vorhandenen Zeitungsverfilmungen (und zusätzlich zahlreicher Zeitschriften) wird im Bestandsverzeichnis des MFA nachgewiesen (11. Ausgabe 2003, auch online recherchierbar, laufend aktualisiert).

Die Tagung geht von der immer mehr zunehmenden wissenschaftlichen Nutzung von Zeitungen als historische Quelle aus. Sie fragt nach Möglichkeiten, den flächendeckenden Nachweis von Zeitungen zu verbessern – denn häufig lagern Zeitungen in kleineren Einrichtungen (Archiven, Verlagen) ohne Anschluss an die Zeitschriftendatenbank als dem umfassenden bibliothekarischen Nachweisinstrument für Periodika, sind deshalb für interessierte Wissenschaftler kaum recherchierbar und zugänglich. Diese Situation muss dringend verbessert werden, um der Bedeutung dieses Mediums für die politische und Sozialgeschichte gerecht zu werden.

Moderne Kirchenbauten im kriegszerstörten Hamburg – zwischen 1950 und den 70er Jahren entstanden bemerkenswerte, damals viel diskutierte geistliche Räume, an deren Besonderheit das Denkmalschutzamt Hamburg mit einer Ausstellung in der Freien Akademie der Künste erinnert.  Die Ausstellung am Klosterwall 23 läuft vom 6. September bis 7. Oktober 2007 (täglich außer Montag von 11 bis 18 Uhr). Sie wird begleitet von einem vielfältigen Vortragsprogramm.

Am 7. und 8. September 2007 richtet die Forschungsstelle für Zeitgeschichte in ihren Räumen gemeinsam mit dem Deutschen Historischen Institut Washington eine Tagung zur Geschichte Hamburgs aus der Perspektive der angloamerikanischen Geschichtswissenschaft aus. Das Programm ist reichhaltig und vielfältig: 17 Historikerinnen und Historiker aus England, Irland, den USA und Kanada werden ihre Forschungen zu Hamburg vom späten 18. Jahrhundert bis in die Zeitgeschichte vorstellen und diskutieren.
Vorträge und Diskussionen finden in englischer Sprache statt, die Teilnahme ist kostenlos. Da die Raumkapazität der FZG beschränkt ist, werden
Anmeldungen werden erbeten bis zum 28. August 2007 an:
Dr. Christoph Strupp /
strupp@zeitgeschichte-hamburg.de

Veranstaltungsort:
Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg
Beim Schlump 83
20144 Hamburg
Eingang Beim Schlump / Monetastraße

Internationales Krimifestival in Hamburg

15. August 2007
von UH — abgelegt in: Ausstellungen und Veranstaltungen,Hamburg — 3.751 Aufrufe

Vom 6. bis 11. November wird es spannend in Hamburg: Im Literaturhaus findet das erste “Internationale Krimifestival” statt, eine Gemeinschaftsveranstaltung der Buchhandlung Heymann mit dem Hamburger Abendblatt und dem Literaturhaus. In 15 Veranstaltungen wird ein hochkarätiges Programm geboten, das zahlreiche Highlights der nationalen und internationalen Krimiszene an die Alster holt.

Auf die von Ulrich Wickert moderierte Eröffnungsveranstaltung mit Ingrid Noll und Petra Hammesfahr folgen unter anderem Lesungen von Tess Gerritsen, Arne Dahl, Polina Daschkowa oder Jillianne Hoffman. Auch die deutschsprachige Krimiliteratur ist mit renommierten Namen vertreten, zum Beispiel mit Andrea Maria Schenkel, Friedrich Ani, Doris Gercke, Veit Heinichen, Felix Huby, Heinrich Steinfest oder Horst Eckert.

Vorverkaufsstart ist der 1. September 2007. Und wenn Sie es nicht erwarten können: Von allen Autorinnen und Autoren hat die Stabi Krimis oder Hörbücher (Campus-Katalog, Tonträger-Datenbank).

Kurzbiographien in der Hamburg-Bibliographie online

9. August 2007
von UH — abgelegt in: Hamburg,Tipps und Tricks — 3.934 Aufrufe

Sie suchen Hamburger mit Beziehungen zu Berlin? oder mit Geburtsjahr 1925? oder Finanzfachleute, die in Hamburger Behörden tätig waren? berühmte Bewohner Ihres Stadtteils? oder ganz einfach biographische Angaben zu einer berühmten Hamburgerin, zum Beispiel Ida Ehre? Kein Problem – schauen Sie in die Hamburg-Bibliographie online, dort finden Sie neuerdings Lebensdaten und Kurzbiographien von über 13.000 Hamburgerinnen und Hamburgern.

Sie können gezielt nach Namen suchen (im Suchmenu „Kurzbiographie: Name“), Sie können aber auch über die Schnellsuche „Kurzbiographien“ oder über „Kurzbiographie: Alle Wörter“ im Suchmenu nach Lebensdaten und -orten, Berufen, Ämtern oder sonstigen Wörtern aus den Kurzbiographien recherchieren. Es kommen ständig neue Personen dazu, und die Angaben werden weiter ergänzt. In den angegebenen Quellen finden Sie ausführlichere Texte zu den Personen. Mit einem Klick können Sie auch „Literatur zur Person“ aufrufen. Hinweise an die Redaktion sind stets willkommen.

Hamburger Verlage ausgezeichnet

31. August 2006
von UH — abgelegt in: Hamburg — 4.514 Aufrufe

Die Hamburger Kulturbehörde hat ihre Programmprämien 2006 für Hamburger Verlage vergeben: Die erste Prämie geht an den marebuchverlag, die zweite Prämie teilen sich der Mairisch-Verlag und Minimal Trash Art. Mit den Prämien von je 10 000 Euro zeichnet die Kulturbehörde besonders ambitionierte Programme von Hamburger Verlagen aus.

Aus der Begründung der Jury: Der marebuchverlag mit „seiner Devise, Qualität vor Quantität zu setzen“, wird als Bereicherung der literarischen Szene der Stadt gewürdigt. „Die beiden engagierten Hamburger Verlage Mairisch Verlag und Minimal Trash Art sind in den letzten Jahren zu Zentren für Hamburgs umtriebiges junges literarisches Leben geworden. Gemeinsam veranstalten sie die monatliche Lesereihe ‚Transit‘, zudem verbindet die Verlage ein ebenso offenes wie vielseitiges Publikationskonzept. Bei Mairisch sind neben Büchern auch mehrere Hörspiele erschienen. Minimal Trash Art hat unter anderem vielversprechende Debüts junger Hamburger Autoren vorgelegt.“

Die Bücher der ausgezeichneten Verlage finden Sie in der Pflichtexemplarsammlung der Stabi.

Frank Schulz erhält den Irmgard-Heilmann-Preis für „Das Ouzo-Orakel“, den dritten und letzten Teil seiner „Hagener Trilogie“. Der mit 7.500 Euro dotierte Preis wird in zweijährigem Turnus von der Hamburgischen Kulturstiftung für die beste literarische Neuerscheinung eines Hamburger Autors vergeben. Die Laudatio bei der Preisverleihung am 31. August, 19 Uhr (Eintritt frei), im Literaturhaus Hamburg hält Harry Rowohlt.

Die ersten beiden Teile der „Hagener Trilogie“ erschienen 1991 („Kolks blonde Bräute. Eine Art Heimatroman“) und 2001 („Morbus fonticuli oder Die Sehnsucht des Laien“). Frank Schulz lebt in Hamburg. Er erhielt 2005 bereits den Hubert-Fichte-Preis der Stadt Hamburg.